Weieren: Entenflöhe vertreiben Badende

Aktualisiert

Weieren: Entenflöhe vertreiben Badende

Die Entenflohplage am Mannenweier geht bis Ende Saison weiter. Dies wirkt sich auch auf die Zahl der Badegäste aus.

von
Manuel Gemperli

In der Badi bei den Drei Weieren in St. Gallen wollen zurzeit immer noch viele Gäste bloss sonnenbaden. Ins Wasser des Mannenweiers trauen sie sich nicht. Denn das Wasser ist voller Entenflöhe – und die sind extrem bissfreudig. «Ich habe fast jeden zweiten Tag einen Fall in der Praxis» sagt der St. Galler Hautarzt Christian Schuster. Gegen die Entenflohbisse empfiehlt er, Schwarztee zu trinken. Auch entzündungshemmende Gels können den Juckreiz dämpfen. «Im Normalfall ist nach einer Woche alles überstanden», so Schuster weiter.

«Seit ich gebissen wurde und es fünf Tage juckte, gehe ich nur noch am Abend ins Wasser», sagt Flurina Zumbühl, die seit Jahren in den Weieren badet. Doris und Ruedi Muggler sind dort ebenfalls Stammgäste. Sie baden trotz Entenflohbissen weiter. «Man merkt aber, dass es dieses Jahr viel weniger Badende gibt», hat Ruedi Muggler beobachtet.

Bademeister Renato Dietrich bestätigt dies. Er geht davon aus, dass die Entenflohplage bis Ende Saison andauert. «Sie sind erst da, seit wir im Jahr 2007 das Wasser erneuert haben. Wir hoffen, dass es jetzt von Jahr zu Jahr besser wird.»

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