Mail aus Sotschi: Weihnachten in Sotschi
Aktualisiert

Mail aus SotschiWeihnachten in Sotschi

Täglich erreicht uns elektronische Post von unseren Reportern aus Sotschi. Marcel Allemann fühlt sich in Sotschi mittlerweile pudelwohl.

von
Marcel Allemann
Sotschi

Ich bin seit dem 28. Januar in Sotschi und gehörte dadurch zu den ersten Journalisten, die in der Olympia-Stadt angereist sind. Als ich mein Zimmer in unserer Hotel-Anlage bezog, glich diese noch einer Baustelle. Ich hatte zwar ein Zimmer mit vier Wänden und einem Dach über dem Kopf, aber die Heizung funktionierte damals nicht, zwischendurch gab es klein fliessend Wasser und wenn doch, war es gelegentlich eiskalt. Man erlebte weiter, wie in ganzen Gebäudetrakten über Stunden der Strom ausfiel und eine Internetverbindung war reine Glücksache. Geschichten wie die meinige gingen in den Tagen vor der Eröffnungsfeier um die Welt und warfen kein gutes Licht auf den Veranstalter.

Inzwischen hat sich jedoch einiges getan. Nicht nur, dass meine Heizung mittlerweile einwandfrei funktioniert, auch das Wasser fliesst solid durch die Hähne und erst noch in angenehm warmer Form. Stromausfälle gab es keine mehr und die Internetverbindung befindet sich inzwischen auf einem soliden Level. Dazu entdecke ich fast täglich, nach meiner Rückkehr von der Arbeit, Neuigkeiten auf meinem Zimmer. Ich erhielt zuletzt unter anderem ein Digital-Anschlussgerät für meinen Fernseher, so dass dieser nicht mehr bloss reine Dekoration darstellt, sondern auch effektiv genutzt werden kann. Weiter wurde mein Bad inzwischen durch eine Fussmatte, eine Seifenschale und einen WC-Besen verziert. Die letzte Errungenschaft war ein Stuhl, so dass ich meine Artikel nun nicht mehr auf dem Bett schreiben muss. Und das Zimmermädchen erscheint inzwischen täglich und nicht mehr bloss nach Lust und Laune noch wie zu Beginn. Es ist also fast ein wenig wie Weihnachten – und mittlerweile fühle ich mich pudelwohl.

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