Bern: Weihnachten mit Alteisen und Kartoffeln
Aktualisiert

BernWeihnachten mit Alteisen und Kartoffeln

Traditionelle Weihnachten ade: Auf dem Waisenhausplatz prangt ein futuristischer PET-Alteisen-Baum und im Progr wird den Kalorien der Festtage mit gesunden Klangkartoffeln begegnet.

von
Bigna Silberschmidt
Die Weihnachtskunstinstallation aus PET-Flaschen, Alteisen und Schutt soll zum Nachdenken anregen. (big)

Die Weihnachtskunstinstallation aus PET-Flaschen, Alteisen und Schutt soll zum Nachdenken anregen. (big)

Wie sieht der Waisenhausplatz 3010 aus? Feiern die Menschen dann noch Weihnachten? Und gibt es in tausend Jahren überhaupt noch Bäume? Zu diesen Fragen soll der 6,5 Meter hohe «Weihnachtsbaum 3010» des ­Berner Künstlerduos Fabienne B Joris und Andi Brunner anregen. Das Riesenkonstrukt aus 4000 geschmolzenen PET-Flaschen, 500 Kilogramm Alteisen und 3 Tonnen Bauschutt montierten sie gestern auf dem Waisenhausplatz. Die futuristische Recycling-Installation wird noch bis zum 6. Januar zu bewundern sein. Nicht alle sind jedoch begeistert: Die BernCity-Vereinigung zieht traditionelle Weihnachtsdekorationen vor. «Solange es nicht auf dem Bundesplatz steht, kann die Stadt so ein Experiment aber vertragen», so Geschäftsführer Martin Bühler.

Gleich nebenan, im Progr­hof, wird der Adventsmonat mit dem Klangkartoffel-Fes­tival gefeiert. «Es soll ein gemütlicher Treffpunkt werden, der einen auch im Winter aus dem Haus lockt», so Organisatorin Julia Schallberger. Tagsüber kann man sich mit kreativen Fastfood-Alternativen wie Härdöpfelsiech oder Kartoffelsuppe verköstigen, und abends sorgen Wortkünstler und Musiker für wärmende Klänge. Der Startschuss erfolgt am 1. Dezember.

www.klangkartoffel.jimdo.com

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