Aktualisiert 27.11.2007 19:14

Weihnachtsgeschenke stressen Schweizer

Weihnachtsbaum und Fondue Chinoise gehören einfach dazu zur Schweizer Weihnachtstradition. Allerdings auch Geschenke, obwohl die überwiegende Mehrheit den Kommerz überhaupt nicht gut findet. Das ist das Ergebnis einer Umfrage auf 20minuten.ch.

Die Schweizer sind an Weihnachten von Kopf bis Fuss auf Familie eingestellt. Das ergab eine Umfrage von 20minuten.ch. Der zur Folge werden fast 67 Prozent der Schweizer Weihnachten zuhause mit ihren Liebsten verbringen. Keinesfalls notgedrungen, denn 64 Prozent der Befragten gaben an, dass sie sich auf die gemeinsame Zeit mit Familie und Freunden freuen.

Rund 10 Prozent feiern mit Freunden und Bekannten und neun Prozent mit ihrer Partnerin oder ihrem Partner. Lediglich drei Prozent lassen es mit Engeln in einem Club krachen. Ebenso viele fahren über die Festtage in Urlaub. Sie müssen sich wenigstens keine Gedanken über das Festmenü machen.

Fondue ist Klassiker

In vielen Haushalten wird wohl noch über das Festmahl an Heilig Abend gegrübelt. Fest steht aber, dass über 40 Prozent dabei keinen Klassiker auftischen. Sie haben sich schon jetzt entschieden, dass keine Weihnachtsgans und auch kein Rollschinken mit Kartoffelsalat auf dem Speiseplan stehen werden. Bei allen anderen herrscht grosse Einigkeit: In fast jedem dritten Haushalt der Schweiz gibt es an Weihnachten Fondue Chinoise.

Das Geschenke-Paradox

Interessant ist die Einstellung der Umfrageteilnehmer zu Geschenken. 68 Prozent sind genervt von der vorweihnachtlichen Hektik und knapp 60 Prozent stören sich am Kommerz. Dennoch werden sich auch in diesem Jahr wieder viele Geschenke stapeln. Trotz der Abneigung zum Einkaufsrummel werden 83 Prozent der Befragten etwas verschenken. Die meisten von ihnen werden in die Kaufhäuser strömen, da nur acht Prozent vorhaben, etwas zu basteln. Dabei wünschen sich 33 Prozent doch eigentlich nur Ruhe und Entspannung. Etwas weniger als 12 Prozent erwarten tolle Geschenke.

Geschenke kommen teuer zu stehen

Weihnachten freut die Geschäftebetreiber. Rund zwei Drittel greifen für Weihnachtspäckli tief in die Tasche. Sie werden mehr als 100 Franken für die Präsente ausgeben. 14 Prozent gaben sogar an, sich die Geschenke mehr als 400 Franken kosten zu lassen.

An vorderster Stelle der Geschenkadressaten steht dabei erneut die Familie. 59 Prozent sagen, dass sie allen Familienmitgliedern etwas schenken werden. Aber auch Freunde kommen nicht zu kurz. Immerhin werden knapp 40 Prozent auch ihnen etwas zukommen lassen.

Bei so viel Schenk-Lust ist es wohl nicht weiter verwunderlich, dass in 63 Prozent der Schweizer Wohnzimmer ein Christbäumchen steht. Da lassen sich die vielen Geschenke einfach am besten deponieren.

Olaf Kunz, 20minuten.ch

An der grossen Umfrage von 20minuten.ch haben sich insgesamt 1.506 Internetnutzer beteiligt. Die Befragung erfolgte im Zeitraum zwischen 11. und 26. November. Dabei wurden insgesamt 19 Fragen gestellt.

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