Lichtensteig SG: Weil die Ex Nein sagte: Joggerin vergewaltigt

Aktualisiert

Lichtensteig SGWeil die Ex Nein sagte: Joggerin vergewaltigt

Weil er von seiner Exfreundin keinen Sex bekam, lockte ein heute 30-Jähriger eine Joggerin in eine Scheune und vergewaltigte sie.

von
Marlene Kovacs

Der Mann musste sich gestern vor dem Kreisgericht Toggenburg wegen Vergewaltigung verantworten. Am 3. Juni 2008 war er zu seiner Exfreundin gefahren, um mit ihr Sex zu haben. Weil sie ablehnte, zog er mit dem Gedanken «Ich finde schon eine» los. Als ihm auf dem Thurweg Richtung Wattwil eine Joggerin begegnete, gab er sich als Lehrer aus und sagte, er wolle ein Vogelnest aus einer Scheune holen. «Können Sie mir dabei helfen?», fragte er die damals 23-Jährige. Sie glaubte ihm und folgte ihm auf den Heuboden der Scheune. «Zieh dich aus», forderte er sie dort auf. «Sie schrie, biss ihm in den Finger und versuchte mit einem Brett auf ihn einzuschlagen», so die Untersuchungsrichterin. Erst als

der Angeklagte sie würgte, gab die Frau ihren Widerstand auf. «Es tut mir sehr leid», sagte der geständige 30-Jährige gestern. Er habe an dem Tag drei Joints geraucht.

Weil er unter Schizophrenie leidet, fordert sein Verteidiger eine Freiheitsstrafe von 22 Monaten. Die Staatsanwaltschaft hingegen plädiert auf viereinhalb Jahre. Zudem wird eine Genugtuungssumme von 22 000 Franken gefordert.

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