Unterstützung aus der Schweiz: Weil Vor-Ort-Hilfe nicht möglich ist, zeichnet er ein Kinderbuch
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Unterstützung aus der SchweizWeil Vor-Ort-Hilfe nicht möglich ist, zeichnet er ein Kinderbuch

Eigentlich wollte ein Berner Pädagoge bei einem Kinderhilfswerk in Uganda tatkräftig mit anpacken. Weil das wegen Corona derzeit nicht möglich ist, versucht er auf andere Weise zu helfen.

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Eigentlich wollte David Weidner nach Uganda reisen, um das Hilfsprojekt zu unterstützen. Doch Corona machte dem Berner einen Strich durch die Rechnung.

Eigentlich wollte David Weidner nach Uganda reisen, um das Hilfsprojekt zu unterstützen. Doch Corona machte dem Berner einen Strich durch die Rechnung.

zvg
Um trotzdem einen Beitrag zu leisten, kam dem Berner die Idee, ein Kinderbuch rauszubringen. Der Erlös soll gespendet werden.

Um trotzdem einen Beitrag zu leisten, kam dem Berner die Idee, ein Kinderbuch rauszubringen. Der Erlös soll gespendet werden.

Das Projekt hat Weidner mit dem ugandischen Kunstlehrer Ivan Ssebulime illustriert.

Das Projekt hat Weidner mit dem ugandischen Kunstlehrer Ivan Ssebulime illustriert.

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Darum gehts

  • Der Berner Pädagoge David Weidner will ein Kinderbuch herausbringen, um mit dem Erlös ein Hilfsprojekt in Uganda zu unterstützen.

  • Um das Buch herausbringen zu können, ist er jedoch auf Spenden angewiesen.

  • Um das Projekt realisieren zu können, hat Weidner nur noch einen Monat Zeit.

Obwohl die ostafrikanische Republik Uganda seit geraumer Zeit wirtschaftliche Fortschritte macht, leben viele Menschen noch immer in Armut. Besonders den jungen Ugandern fehlt es oftmals an Perspektiven. «Heranwachsende ohne Ausbildung leben im ärmlichen Verhältnissen, viele werden alkoholabhängig», weiss David Weidner. In Zusammenarbeit mit der Organisation Africa Rise Project will der 30-jährige Berner dem entgegenwirken: «Das Projekt ermöglicht jungen Leuten aus Uganda, eine handwerkliche Berufsausbildung zu absolvieren. Dies gibt ihnen eine Perspektive.» So könnten sie sich selbstständig machen und aus eigenem Antrieb zu Geld kommen.

«Mein eigentlicher Plan war es, selbst nach Uganda zu reisen und das Projekt vor Ort zu unterstützen», sagt Weidner. Doch Corona machte ihm einen Strich durch die Rechnung. «Da ich selbst gerne zeichne und als Pädagoge arbeite, kam mir die Idee, ein Kinderbuch herauszubringen und mit dem Erlös das Africa Rise Project zu unterstützen.» Aus der Idee entwickelte sich das Buch «Spiky’s Traumreise nach Afrika».

Letzte Etappe

Die Illustrationen stammen von Weidner und einem Kunstlehrer aus Uganda. Das Buch ist mittlerweile fertig: «Es handelt von Spiky, einem kleinen Igel, der nach Uganda reist und dort so einige Abenteuer erlebt.» Um das Projekt umzusetzen ist Weidner jedoch auf Spenden angewiesen. Über 2000 der benötigten 3500 Euro konnten schon gesammelt werden. Weidner hat nun noch einen Monat Zeit, um den restlichen Betrag zusammenzubekommen. «Ansonsten bekommen wir gar keine Spenden und müssen uns einen anderen Weg überlegen, um das Projekt zu realisieren.»

Prominente Unterstützung

«Mit dem Erlös des Kinderbuchs können wir den Schülern vor Ort eine Perspektive bieten und sie auf ihrem Lebensweg positiv beeinflussen. Daher sind wir für jede Spende extrem dankbar», so Weidner. Für die Spenden gibt es sogar eine Gegenleistung. Je nach Höhe des gespendeten Betrags erhält man beispielsweise eine Videobotschaft aus Uganda oder eine Überraschungs-Box. Wer sich für die Spendenaktion interessiert, findet diese unter diesem Link.

Das unterstützte Projekt wurde vom deutsch-ugandischen Musiker Johnny Strange ins Leben gerufen, der mit seiner Band Culcha Candela so einige Hits produzierte. Auch Weidner hat einen Bezug zu Uganda: «Nach meiner Ausbildung zum Pädagogen habe ich viele Reisen in Ostafrika unternommen. Besonders beeindruckt haben mich die tollen Menschen und wunderschönen Landschaften in Uganda.» Das Land entwickle sich seit einigen Jahren in eine positive Richtung: «Dies möchten wir mit unserem Beitrag für das Hilfsprojekt unterstützen.»

(RC)

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