Minus-Temperaturen: Wein- und Gemüsebauern beklagen Frostschäden

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Minus-TemperaturenWein- und Gemüsebauern beklagen Frostschäden

Die Kaltfront, die über die Schweiz zog, machte den Bauern und den Winzern zu schaffen. Sie haben diverse Frostschäden zu beklagen.

von
num

Der Kälteeinbruch in den vergangenen Tagen setzte nicht nur der Bevölkerung zu: Gemüse- und Weinbauern haben vielerorts Frostschäden zu beklagen. Besonders Erdbeerkulturen seien betroffen, berichtet eine Bäuerin der «Aargauer Zeitung». Andi Distel vom Pflanzenschutz beim Landwirtschaftlichen Zentrum Liebegg sagt: «Bei gewissen Betrieben handelt es sich um einen Totalausfall.»

Auch die Weinbauern, die mit Frostkerzen und Helikopter-Einsätzen den Frost zu vertreiben suchten, rechnen mit hohen Verlusten. Der Geschäftsführer vom Branchenverband Aargauer Wein, Pascal Furer, schätzt, dass 50 Prozent der Trauben beschädigt sind. Ein Weinbauer rechnet gegenüber der Zeitung mit einem Verlust von 20 Prozent. Die genauen Schäden seien noch nicht endgültig festzustellen.

Kälte sammelte sich in Mulden

Bauern versuchen mit verschiedenen Mitteln, ihre Felder vor der Kälte zu schützen. Einige decken ihre Saat mit Vlies ab, andere sprühen eine isolierende Eisschicht auf das Gemüse. Die Schäden der Bauern unterscheiden sich je nach Landschaftsbild stark: Wo sich kalte Luft in Talsohlen ansammelt, sind die Schäden stärker.

Neben den Wein- und Gemüsebauern sind auch die Obstbauern betroffen. Vergangene Woche waren vor allem die Aprikosenbauern im Wallis betroffen. Punktuell habe der Frost Schäden an Blüten oder jungen Früchten verursacht, teilte Swissfruit weiter mit. Die Ernteaussichten im Obst- und Beerenbau würden aber gemäss aktueller Einschätzung nicht getrübt.

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