Aktualisiert 05.10.2004 19:00

Weinlese hat Verspätung

Die Weinlese beginnt in der Region Basel heuer mit einer Woche Verspätung. Gegenüber dem Hitzesommer 2003 sind die Trauben gar fünf Wochen im Rückstand, wie am Dienstag an einer Medienkonferenz in Wintersingen BL zu erfahren war.

Die Weinlese hat witterungsbedingt erst am 29. September begonnen. Weil seither mit fast zwanzig Tonnen erst gegen drei Prozent des Traubengutes geerntet sind, lässt sich gemäss der amtlichen Weinlesekontrolle noch nichts genaues über durchschnittliche Qualitäten des «2004ers» sagen.

Über den Zuckergehalt entschieden die kommenden fünf bis sechs Wochen, hiess es weiter. Der Blauburgunder als verbreitetste rote Rebsorte werde wohl unter 100 Oechsle-Graden bleiben. Die Erntemengen dürften hingegen etwas über dem Vorjahr liegen.

Gut gewachsen

Im Rebberg war das laufende Jahr eher trocken: Zuletzt habe es im Januar überdurchschnittlich geregnet; seither fielen zwischen 30 und 90 Prozent weniger Niederschläge als üblich. Den Trauben machte das indes wenig aus; sie seien heuer sehr gut gewachsen. Deswegen habe man sich indes vor Pilzerkrankungen schützen müssen.

Auch die Holzkrankheit «Esca» und ein wenig Spätmehltau sei an den Reben vereinzelt aufgetreten. Die Trauben seien derzeit aber grossmehrheitlich sehr gesund. Temperaturmässig habe das Jahr 2004 zaghaft begonnen, sei ab Mai aber normal verlaufen. Wärme im August und September habe Fäulnis gebremst und den Boden warm gehalten.

Die Traubenernte, das «Herbsten», werde sich wegen der gesunden Trauben wohl bis in den November hinein ziehen. Die noch vor 15 Jahren übliche Vorlese fauler, aber unreifer Trauben sei dank mehr Qualitätsbewusstsein und moderner Pflanzenschutzmittel kaum mehr nötig, so ein Sprecher des Landwirtschaftlichen Zentrums Ebenrain.

(sda)

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