Roger Federer: «Weiss gar nicht, wie ich es in den 5. Satz schaffte»

Aktualisiert

Roger Federer«Weiss gar nicht, wie ich es in den 5. Satz schaffte»

Roger Federer war nach der Fünfsatz-Niederlage gegen Novak Djokovic im Wimbledonfinal gefasst: «Ich habe viel Liebe gespürt.»

von
ofi

Man erinnert sich an den emotionalen Roger Federer. Jenen Federer, der nach der Fünfsatz-Niederlage am Australian Open 2009 gegen Rafael Nadal in Tränen aufgelöst zum Platzinterview trottete.

Nicht so heute, nach einer weiteren, epischen Fünfsatz-Niederlage. Und das in Wimbledon, seinem Wohnzimmer, das er so gerne zum achten Mal gewonnen und sich zum alleinigen Rekordsieger gemacht hätte. Federer nahm ziemlich entspannt die Trophäe des Zweitplatzierten entgegen und war beim Platzinterview auffallend locker. Vielleicht lag es daran, dass seine beiden Töchter Myla und Charlene den Schluss der Partie in der Box verfolgt hatten. Darüber freute sich der Maestro natürlich: «Ich weiss nicht, ob sie wirklich mitbekommen haben, was hier passiert ist. Aber ich habe hier so viel Liebe gespürt», sagte er und meinte neben seiner Familie auch das Londoner Publikum, das ihm wie immer wohlgesonnen war.

«Djokovics Sieg ist absolut verdient»

Es sei grossartig gewesen, hier gegen Djokovic im Final gestanden zu haben. Enttäuscht sei er nicht, er könne Novak nur gratulieren zu seinem Sieg, «er ist absolut verdient». «Ich weiss gar nicht, wie ich es überhaupt in den fünften Satz geschafft habe, es hat ja eine Weile lang gar nicht gut ausgesehen», meinte Federer mit einem Lachen - im vierten hatte er bereits einen Matchball abgewehrt und nach 2:5-Rückstand den Satz noch 7:5 gewonnen. Seine Abschiedsworte hat man in Wimbledon sicher gerne gehört: «Bis zum nächsten Mal!»

Ganz ohne Tränen ging es dann doch nicht, als sich Federer vom Publikum verabschiedete und vom Platz ging, kämpfte er sichtlich mit sich - es ist eben doch nicht irgendeine Niederlage an irgendeinem Turnier ...

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