Aktualisiert 05.12.2014 08:36

Neuer Fall in Phoenix

Weisser Polizist tötet unbewaffneten Schwarzen

Es ist der dritte Fall innert weniger Wochen: Am Dienstag vermutete ein weisser Beamter eine Waffe bei einem Schwarzen und erschoss den 34-Jährigen.

von
kko
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Der 34-jährige Rumain Brisbon war mehrfacher Vater und lebte in Phoenix.

Der 34-jährige Rumain Brisbon war mehrfacher Vater und lebte in Phoenix.

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«An den Polizisten, der meinen Papa getötet hat»: So beginnt der zweiseitige Brief von Brisbons neunjähriger Tochter Aiyana.

«An den Polizisten, der meinen Papa getötet hat»: So beginnt der zweiseitige Brief von Brisbons neunjähriger Tochter Aiyana.

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Darin fordert sie den Polizisten dazu auf, sich die Situation umgekehrt vorzustellen: «Wenn Sie Kinder hätten und mein Papa Sie erschossen hätte, wären Ihre Kinder verletzt.»

Darin fordert sie den Polizisten dazu auf, sich die Situation umgekehrt vorzustellen: «Wenn Sie Kinder hätten und mein Papa Sie erschossen hätte, wären Ihre Kinder verletzt.»

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Erneut ist in den USA ein unbewaffneter Schwarzer von einem weissen Polizisten erschossen worden. Wie die Polizei im Staat Arizona am Donnerstag (Ortszeit) mitteilte, ereignete sich der Vorfall am 2. Dezember in Phoenix. Demnach war der Beamte wegen vermuteter Drogendelikte vor einem Geschäft im Einsatz.

Dabei kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen ihm und dem 34-jährigen Rumain Brisbon. Dieser hatte statt der vermuteten Waffe jedoch eine Pillenpackung in der Tasche.

«Sinnlose Tragödie»

Nach Angaben der Polizei widersetzte sich Brisbon seiner Festnahme und langte in seine Tasche, woraufhin der Beamte nach ihm griff und meinte, in der Tasche eine Waffe zu erfühlen. Als der Verdächtige auf Aufforderungen, die Hand in der Tasche zu lassen, nicht reagiert habe, habe der Beamte zweimal auf ihn geschossen. Der mehrfache Vater starb noch am Ort des Geschehens. In Brisbons Tasche fand sich eine Packung mit Medikamenten, die auch als Aufputschmittel benutzt werden.

Eine Anwältin der Familie des Getöteten sprach von einer «sinnlosen Tragödie». Die Anspannung in den USA ist derzeit besonders hoch, nachdem in zwei verschiedenen tödlichen Fällen von Polizeigewalt gegen Schwarze eine Grand Jury entschieden hatte, dass sich die weissen Polizisten nicht dafür verantworten müssen. (kko/sda)

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