Aktualisiert 28.10.2012 16:24

Der Winter ist daWeisses Erwachen in der Schweiz

Jetzt zeigt sich der Schnee auch im Flachland. In den Bergen gab es bis 30 Zentimeter Neuschnee. Bis in den Tessin ist die ganze Schweiz mit einer weissen Decke überzogen.

von
gux/aeg

Der Anfang der Winterzeit ist in der Schweiz von Schneefall begleitet worden. Der Schnee schaut im Mittelland vorbei und überzuckert die ganze Schweizer Alpennordseite.

Der Schneefall hielt auf der Alpennordseite während der ganzen Nacht auf Sonntag bis in die Niederungen an, wie MeteoNews am Sonntagmorgen mitteilte.

Auf 500 bis 600 Meter über Meer seien zum Teil über 10 Zentimeter Schnee gemessen worden, hiess es weiter. Auch am Sonntagmorgen soll es noch schneien. Auf den Schweizer Strassen sei die Lage wegen Schnee und Eis deshalb prekär.

Noch nie so früh

Am meisten Schnee fiel den zentralen und östlichen Alpen. Die Stadt Bern wartete mit einem Rekord auf. Noch nie seit Messebeginn im Jahr 1931 sei in der Stadt Bern im Monat Oktober so viel Schnee gefallen, sagte ein Sprecher von MeteoSchweiz am Sonntag auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Bis um sieben Uhr am Morgen gab es in der Bundesstadt 8 Zentimeter. Der anhaltende Schneefall brachte mindestens weitere 2 Zentimeter.

Das führte unter anderem dazu, dass das Fussballspiel zwischen YB und Luzern, das am Sonntagnachmittag in Bern hätte stattfinden sollen, abgesagt wurde. Der starke Schneefall und der eisige Wind haben dem Spielfeld massiv zugesetzt, wie der Verein BSC YB mitteilte. Die Kantonspolizei Bern meldete nicht weniger als 60 Verkehrsunfälle auf dem Kantonsgebiet.

Oktoberschnee ist selten

Schneefälle bis in tiefe Lagen im Oktober sind äusserst selten. Zwar gab es auch in den Jahren 2008 und 2003 Oktoberschnee im Mittelland - zuvor aber jahrzehntelang nicht. Bis am Sonntagnachmittag fielen gemäss SF Meteo verbreitet 5 bis 15 Zentimeter Neuschnee.

Über 10 Zentimeter registrierten Flawil SG (17 cm), Bauma ZH (16 cm), Pfäffikon ZH (15 cm) oder Brig (12 cm), wie es bei MeteoSchweiz hiess.

Im Jura und nördlich davon im Baselbiet gab es stellenweise 20 Zentimeter und mehr. Am meisten bekam Mervelier JU mit 28 Zentimeter. In den zentralen und östlichen Alpen belaufen sich die Mengen auf 20 bis 35 Zentimeter.

Im Tessin hingegen regnete es unter einer Höhe von 600 Metern. Starke Windböen verursachten in der Region Lugano Schäden. Mehrere Strassen mussten gesperrt werden. Gar keine Niederschläge gab es in Genf. (gux/aeg/sda)

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