Aktualisiert 28.02.2011 10:30

ElfenbeinküsteWeissrussland bricht Waffenembargo

Drei Kampfhubschrauber sind auf dem Weg in die Elfenbeinküste. Für den Absender Weissrussland gibt es Kritik von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon.

Weissrussland liefert nach Angaben der UN drei Kampfhubschrauber an die Elfenbeinküste und verletzt damit das Waffenembargo gegen das westafrikanische Land. Er sei darüber informiert worden, dass drei Kampfhubschrauber sowie Zubehör aus Weissrussland an die Streitkräfte des abgewählten Präsidenten Laurent Gbagbo in der Hauptstadt Yamoussoukro geliefert würden, hiess es am Sonntag in einer Stellungnahme von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon.

Der erste Teil der Lieferung habe bereits die Elfenbeinküste erreicht, zwei weitere Lieferungen seien für den (heutigen) Montag angekündigt. «Das ist eine schwere Verletzung des Embargos gegen die Elfenbeinküste, das seit 2004 in Kraft ist», hiess es in der Stellungnahme weiter. Ban forderte den UN-Sicherheitsrat auf, sich mit dem Bruch des Waffenembargos zu befassen.

Sendemast in Brand

Nach tagelangen Strassenschlachten verfeindeter Gruppen in der Elfenbeinküste ist am Sonntag der Sendemast des staatlichen Fernsehens in der Grossstadt Abidjan in Brand gesetzt worden. Das Programm wurde vorübergehend unterbrochen und der Sender konnte nur noch über Satellit empfangen werden.

Radio Television Ivorienne (RTI) unterstützt den abgewählten Machthaber Laurent Gbagbo und schliesst den international anerkannten Präsidenten Alassane Ouattara von der Berichterstattung aus. Die Vereinten Nationen werfen RTI vor, zu Gewalt gegen UNO-Mitarbeiter aufzurufen.

Seit den umstrittenen Präsidentschaftswahlen im November vergangenen Jahres sind Hunderte Anhänger Outtaras von Sicherheitskräften getötet worden. In der vergangenen Woche erreichten die Auseinandersetzungen eine neue Stufe der Gewalt, als bewaffnete Unterstützer Outtaras mehrere Polizisten töteten. (sda/dapd)

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