Weiterbildung berechtigt zu Steuerabzug
Aktualisiert

Weiterbildung berechtigt zu Steuerabzug

Kosten der berufsorientierten Weiterbildung sollen von den Steuern abgezogen werden können. Der Bundesrat verabschiedete am Mittwoch einen Bericht darüber, fällte aber keinen Entscheid.

Ziel ist es, das Steuerrecht dem Bildungsrecht anzupassen. Mit den Kantonen soll nun das weitere Vorgehen besprochen werden.

Ständerat Eugen David (CVP/SG) hatte verlangt, dass das Steuerrecht gesetzlich angepasst wird, so dass die Kosten der berufsorientierten Weiterbildung abgezogen werden können. Zurzeit fassen nämlich Steuerrecht und Bildungsrecht die Begriffe «Aus- und Weiterbildung» unterschiedlich auf. Das Steuerrecht unterscheidet zwischen Aus- und Weiterbildung, indem es den Wissensstand vor und nach absolvierter Bildung zueinander ins Verhältnis setzt, wie das EFD mitteilte. Demgegenüber geht das geltende Bildungsrecht davon aus, dass die berufsorientierte Weiterbildung eine Daueraufgabe ist und deshalb vollumfänglich von den Steuern abgezogen werden soll.

Eine Arbeitsgruppe arbeitete nun drei Modelle mit verschiedenen Varianten aus. Allerdings sind bei allen Modellen die Auswirkungen auf das Steuersubstrat nicht genau quantifizierbar. In der Schweiz liegen laut dem Eidgenössischen Finanzdepartement (EFD) entweder gar keine oder nur wenig aussagekräftige Daten vor. Der Bundesrat verzichtete am Mittwoch auf eine Stellungnahme zu den einzelnen Lösungsvorschlägen. Das Finanzdepartement (EFD) soll nun mit den Kantonen das weitere Vorgehen besprechen.

(dapd)

Deine Meinung