Im Bann der Schneemassen: Weitere Lawine donnert in Hasliberg zu Tal

Aktualisiert

Im Bann der SchneemassenWeitere Lawine donnert in Hasliberg zu Tal

Der viele Schnee bringt Hasliberg in ernste Schwierigkeiten: Aus einer ersten Lawine konnte eine Frau gerettet werden, kurz darauf löste sich ein zweites Schneebrett. Das Gebiet wurde evakuiert.

von
Adrian Müller

Nun zeigt der viele Schnee seine gefährliche Seite: Bei der Mägisalp im Skigebiet Meiringen-Hasliberg hat sich kurz nach 11 Uhr eine 100 Meter breite Lawine gelöst und ist auf eine Skipiste getroffen. Am Nachmittag löste sich praktisch an der gleichen Stelle ein zweites Schneebrett.

Laut Hans Beeri, Direktor der Bergbahnen Meiringen-Hasliberg, hat die erste Lawine eine Frau einge Meter mitgerissen, sie sei bis zu den Hüften im Schnee eingesunken. «Ihr Ehemann hat sie aus dem Schnee ziehen können, sie blieb unverletzt.» Er gehe nicht von weiteren Verschütteten aus. Wegen der grossen Lawinengefahr wurde die Suche nach möglichen weiteren Verschütteten eingestellt.

Wie Rettungschef Theo Maurer gegenüber 20 Minuten erläutert, haben sich oberhalb des Skiwegs so genannte Gleitschneelawinen gelöst: «Die Schneemassen lösten sich bis zum Gras.»

Das betroffene Skigebiet Glogghüs/Höhsträss bleibt weiträumig abgesperrt. «Wenn bis Mitternacht niemand eine vermisste Person meldet, stellen wir die Suche endgültig ein», sagt Maurer. Zudem werde mit Sprengungen versucht, Lawinen künstlich auszulösen.

Wenige Minuten nach dem Lawinenniedergang setzten Helikopter Lawinenhunde beim Kegel des Schneebretts ab.

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