Betrieb gesichert: Weitere Millionen als letzte Chance für Skywork
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Betrieb gesichertWeitere Millionen als letzte Chance für Skywork

Vermögende Berner buttern nochmals viel Geld in die Berner Airline. Ein Aviatik-Experte sieht die Zukunft trotzdem düster.

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Dank einer Finanzspritze ist der Flugbetrieb bei Skywork vorerst gesichert.

Dank einer Finanzspritze ist der Flugbetrieb bei Skywork vorerst gesichert.

Trotz orkanartigem Gegenwind will Skywork durchstarten: Laut «NZZ am Sonntag» haben neue Berner Aktionäre nochmals sechs Millionen in die Berner Fluggesellschaft eingeschossen und sichern damit den Flugbetrieb in der traditionell schlechten Wintersaison.

Ohne frisches Kapital hätte der Airline womöglich ein Grounding gedroht. «Die letzten Monate waren kritisch. Wir haben in den vergangenen Wochen mehrmals darüber diskutiert aufzuhören», sagte der neue Skywork-Chef Rolf Hartleb an einer Medienkonferenz am Freitag.

Auch dank einer engen Kooperation mit der deutschen Fluggesellschaft MHS Aviation soll Skywork endlich schwarze Zahlen schreiben.

Skywork plant Übersee-Anbindung

Der Chef von MHS, Gerd Brandecker, hat es bereits 2005 in Belp versucht: Mit seiner damaligen Airline Cirrus flog er von Bern nach Berlin und Wien – und strich die Verbindungen nach wenigen Monaten. Die Airline ging 2012 bankrott.

Hansjörg Bürgi, Chefredaktor von Skynews.ch, glaubt nicht mehr an einen erfolgreichen Turnaround. «Skywork scheint mir ein Fass ohne Boden zu bleiben. Keine Airline hat es je in Bern geschafft, einen rentablen Linienbetrieb zu fliegen.» Skywork kämpft derweil weiter und versucht nun, mit neuen Kooperationen baldmöglichst Umsteigeverbindungen nach Übersee anbieten zu können.

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