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Ist Amanda Knox unschuldig?Weitere Schlappe für den Staatsanwalt

Im Mordprozess gegen Amanda Knox und ihren Ex-Freund Raffaele Sollecito musste der Staatsanwalt Giuliano Mignini erneut eine Schlappe einstecken: Offenbar hatten die Angeklagten die Polizei vom Fund der ermordeten Studentin Meredith Kercher informiert, bevor die Beamten am Tatort eingetroffen waren.

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Wieder einmal konnte die Verteidigung im Mordfall von Perugia dem Chefankläger Giuliano Mignini einen Fehler in seinen Ermittlungen vorwerfen. Bei der 42. Anhörung bewies die Verteidigung, dass die Polizisten nicht wie bisher angenommen um 12.48 am Tatort eingetroffen waren, sondern erst um 13.02 Uhr. Sollecito hatte die Carabinieri aber bereits um 12.53 Uhr angerufen. Damit ist Magninis Version widerlegt worden, wonach Knox und Sollecito den Fund der Leiche erst meldeten, als die Polizei bereits vor der Tür stand.

Verteidigung gewinnt die Oberhand

Zuvor hatte sich bereits herausgestellt, dass das Messer mit den DNA-Spuren von Knox und Sollecito nicht die Waffe war, mit der Meredith Kercher am 2. November 2007 getötet wurde. Auch konnten die blutigen Fussspuren dem bereits verurteilten Rudy Guede zugeordnet werden. Weiter bewies die Verteidigung, dass die Polizisten, die im Haus an der Via della Pergola Spuren sichern sollten, am Computer von Sollecito wichtige Daten gelöscht hatten.

Nur noch eine von sechs Fragen ist noch offen

Mit dieser weiteren Schlappe für die Anklage dürfte der Fall bald zu Ende sein. Während zu Beginn des Prozesses am 16. Januar die Schuld von Knox und Sollecito in sechs Punkten (20 Minuten Online berichtete) zu beweisen war, bleibt jetzt nur noch die Frage offen, wie die DNA-Spuren Sollecitos auf den BH-Verschluss des Opfers kamen. Amanda Knox behauptet, dass sie mit ihrer Mitbewohnerin manchmal Kleidungsstücke und Dessous getauscht hätte.

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