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Weiterer Anschlag in der Türkei verhindert

Nach der gestrigen Serie von Bombenattentaten haben die türkischen Behörden zwei Personen festgenommen, die über Plastiksprengstoff verfügten. Diese hatten offenbar weitere Anschläge geplant.

In der westtürkischen Hafenstadt Izmir wurde nach Angaben der Nachrichtenagentur Anadolou bei einer Razzia ein Mitglied der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK festgenommen. Er soll in Izmir einen Anschlag geplant haben.

Wie der britische Fernsehsender BBC unter Berufung auf türkische Medienangaben in der Nacht auf heute weiter berichtete, sollen auch Komplizen des Mannes inhaftiert worden sein. Bei der Polizeiaktion sei Plastiksprengstoff sichergestellt worden.

Im Zusammenhang mit dem Bombenanschlag mit bis zu vier Toten in der Touristenstadt Antalya am Mittelmeer sucht die Polizei nach zwei Verdächtigen, wie die BBC berichtete. Bei einer Serie von Attentaten wurden am Montag bis zu vier Menschen getötet und fast 100 verletzt.

Die schwerste Explosion ereignete sich in Antalya. Dort gab es bei einer schweren Explosion im Zentrum auch rund 70 Verletzte. Neben drei Deutschen mussten auch vier Touristen aus Israel und einer aus Jordanien im Spital behandelt werden. Die Polizei bestätigte am Abend drei Todesopfer, die Medien sprachen von vier.

Der Detonation waren in der Nacht drei Bombenanschläge im südtürkischen Badeort Marmaris vorausgegangen, wo in einem Kleinbus 21 Menschen verletzt wurden, unter ihnen 10 britische Touristen.

Zu diesem und einem weiteren Anschlag im Istanbuler Aussenbezirk Bagcilar mit sechs verletzten Passanten bekannte sich am Nachmittag die kurdische Extremistengruppe «Freiheitsfalken Kurdistans».

Die Splittergruppe der PKK hat in den vergangenen zwei Jahren mehrfach Anschläge in türkischen Touristengebieten verübt und weitere Gewalt angedroht. Erklärtes Ziel der "Freiheitsfalken Kurdistans" ist es, dem devisenträchtigen Tourismus in der Türkei zu schaden.

(sda)

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