Australien – «Weiterer Nagel im Sarg» – Jüngste Flutkatastrophen bedrohen Tierwelt
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Australien«Weiterer Nagel im Sarg» – Jüngste Flutkatastrophen bedrohen Tierwelt

Die australischen Überschwemmungen  im Februar und März waren nicht nur für Menschen verheerend. Etliche Tiere starben, wichtige Lebensräume wurden zerstört. 

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Bei den anhaltenden Überschwemmungen seit Ende Februar sind mehrere Menschen ums Leben gekommen.

Bei den anhaltenden Überschwemmungen seit Ende Februar sind mehrere Menschen ums Leben gekommen.

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Im April halten die starken Niederschläge und Überflutungen weiter an. 

Im April halten die starken Niederschläge und Überflutungen weiter an. 

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Auch für die Tierwelt sind die Überschwemmungen verheerend. Etliche Tiere sind ums Leben gekommen, Lebensräume wurden zerstört.

Auch für die Tierwelt sind die Überschwemmungen verheerend. Etliche Tiere sind ums Leben gekommen, Lebensräume wurden zerstört.

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Darum gehts

Die jüngsten katastrophalen Überschwemmungen im Osten Australiens haben Experten zufolge auch der Tierwelt schwer zugesetzt. Wie viele Tiere ums Leben gekommen sind, verletzt wurden oder ihren Lebensraum verloren haben, ist Tierschützern zufolge noch unklar. «Was wir wissen ist, dass viele Lebensräume zerstört wurden – und die Auswirkungen dadurch allein sind verheerend: Viele Höhlenbewohner wie der ikonische Wombat sind wahrscheinlich ertrunken», sagte Brodie Meney von der Tierschutzorganisation Aussie Ark am Montag der Deutschen Presse-Agentur.

Viele Gebiete immer noch nicht zugänglich 

Aufgrund von Wassermassen, beschädigten Strassen und Erdrutschgefahr lassen sich zahlreiche Gebiete weiterhin nicht besichtigen und untersuchen, so dass das ganze Ausmass der Zerstörung noch nicht abzusehen sei. Ein weiteres Problem: Viele Wildtiere wurden gezwungen, in Regionen zu ziehen, in denen sie nicht natürlich vorkommen, was sie einem höheren Risiko für Autounfälle und Raubtierangriffe aussetzt. «Naturkatastrophen wie diese sind ein weiterer Nagel im Sarg der australischen Tierwelt», betonte Meney. Tagelanger Starkregen hatte im Februar und März zu historischen Überschwemmungen vor allem im Norden des Bundesstaates New South Wales geführt. 

Anfang März rief die australische Regierung wegen anhaltender Überschwemmungen den nationalen Notstand aus.

20 Minuten/Thomas Sennhauser

«Durchnässte Wombats und verlassene Känguru-Jungen»

Die Zeitung «Sydney Morning Herald» schrieb dabei von «ins Meer geschwemmten Süsswasserschildkröten, durchnässten Wombats, Ameisenigeln, Vögeln und Nasenbeutlern, verhungerten Schlangen, verlassenen Känguru-Jungen und Tausenden toter Nutztiere». Es bleibe nur zu hoffen, dass nicht so viele Tiere gestorben seien wie bei den massiven Buschbränden, die von August 2019 bis März 2020 Millionen Hektar Land verwüstet hatten, sagte Mark Slate von der Organisation Animal Welfare League. Damals waren laut Umweltorganisation WWF fast drei Milliarden Tiere geschädigt oder getötet worden. Allein in New South Wales sind dem jüngsten Umweltbericht der Behörden zufolge 1043 Arten vom Aussterben bedroht. 

Weitere Überschwemmungen

Die Überschwemmungen dauern derweil noch immer an. So gab es wegen erneuter heftiger Niederschläge Warnungen für die ohnehin schon in vielen Teilen zerstörte Region New South Wales. Durch die Fluten steigt auch die Erdrutschgefahr. So sind am Montag fünf Wanderer in den Blue Mountains an der australischen Ostküste von einem Erdrutsch getroffen worden, zwei von ihnen sind dabei ums Leben gekommen.  

(dpa/fis)

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