Weiterer Rückschlag für Airbus

Aktualisiert

Weiterer Rückschlag für Airbus

Airbus drohen die Felle davonzuschimmen. Auch der Zusteller UPS könnte auf 10 A380-F verzichten. EADS will aber trotz der unsicheren aktuellen Auftragslage an der Frachtversion des Airbus-Superjumbos A380 festhalten.

Zuvor hatte die französische Finanzzeitung «Les Echos» gemeldet, der US-Zusteller UPS werde die letzten zehn Bestellungen für die A380-F vermutlich annullieren. UPS werde seine Entscheidung in der kommenden Woche bekannt geben, schrieb die Zeitung ohne nähere Quellenangabe.

«Es gibt diesbezüglich keine Verhandlungen mit UPS», hiess es bei Airbus. Entscheidend für die A380-F sei nicht die Zahl der aktuellen Festbestellungen, sagte EADS-Sprecher Michael Hauger. «Entscheidend ist die langfristige Perspektive, und die ist mit 25 Maschinen pro Jahr sehr gut.» Im Dezember stellte EADS-Co-Vorstand Tom Enders bereits klar, dass für das Programm das sehr gute Marktpotenzial ausschlaggebend sei.

Im November hatte der US-Zusteller FedEx seine zehn Bestellungen für den A380-F zurückgezogen und stattdessen 15 Boeing 777 beim amerikanischen Konkurrenten geordert. Die Leasingfirma ILFC wandelte ihre Bestellungen in Aufträge für Passagiermaschinen um. Beide Unternehmen begründeten ihre Entscheidungen mit den Lieferverzögerungen: FedEx hätte die erste Frachtmaschine mit zweijähriger Verspätung erst 2010 erhalten.

Die UPS-Orders sind die letzten verbliebenen Aufträge für die Frachtversion der A380; für die Passagierversion hat Airbus 156 Aufträge. Laut «Les Echos» will der US-Zusteller zunächst nicht über einer Alternativbestellung bei Boeing entscheiden sondern sich die Möglichkeit einer späteren A380-F-Order offen halten. (dapd)

Deine Meinung