Weiterer Vogelgrippe-Fall in Schaffhausen

Aktualisiert

Weiterer Vogelgrippe-Fall in Schaffhausen

Die Zahl der Vogelgrippe-Fälle in der Schweiz hat sich auf elf erhöht. In der Stadt Schaffhausen wurde bei einer Ente das H5-Virus nachgewiesen. Ob es sich um das aggressive H5N1-Virus handelt, wird abgeklärt.

Insgesamt sind in den vergangenen Wochen 450 tote Vögel im Referenzlabor in Zürich untersucht worden. Elf Wildvögel wurden dabei positiv auf das H5-Virus getestet, wie das Bundesamt für Veterinärwesen (BVET) mitteilte. Beim jüngsten Fall handelt es sich um eine Ente, die in Schaffhausen aufgefunden wurde. Nach einem Schwan und einem Zwergtaucher handelt es sich um den dritten infizierten Wildvogel, der in der Stadt am Rhein gefunden wurde. Die Schutz- und Überwachungszonen bestehen deshalb bereits und müssen nicht angepasst werden.

Die Proben der infizierten Ente wurden an das EU-Referenzlabor in Weybridge bei London geschickt. Dort wird abgeklärt, ob es sich um das hochansteckende H5N1-Virus handelt. Das BVET rechnet in rund einer Woche mit den Resultaten.

Der H5N1-Erreger ist bisher erst im Fall des am 22. Februar im Genfer Hafenbecken tot aufgefundenen Gänsesägers bestätigt worden.

Neue Fälle am Bodensee

In Baden-Württemberg gibt es zwei neue Fälle von Vogelgrippe bei Wildenten. Das Friedrich-Loeffler-Institut auf der Insel Riems habe bei den Vögeln aus dem Bodenseekreis das Virus H5N1 festgestellt, teilte das Landratsamt Bodenseekreis am Samstag mit. Offen sei noch, ob es sich um die hoch pathogene Form handele.

Eine Reiherente wurde in Friedrichshafen im Fährhafen, eine Tafelente in Langenargen im Gemeindehafen gefunden. Um die jeweiligen Fundorte wurde ein gemeinsamer Sperrbezirk festgesetzt. In dem Sperrbezirk sind den Angaben zufolge 59 Geflügelhalter mit 5.401 Tieren amtlich gemeldet. Sie wurden umgehend mit Einzelverfügung über die erforderlichen Schutzmassnahmen informiert.

BVET ruft zum konsequenten Einhalten der Massnahmen auf

Das BVET betont in der Mitteilung vom Samstag, in Geflügelhaltungen sei die Vogelgrippe in der Schweiz nach wie vor nicht aufgetreten. In den Schutz- und Überwachungszonen steht das Hausgeflügel unter Quarantäne und wird intensiv überwacht. Die Betriebe sind aufgerufen, ihr Geflügel mit konsequent umgesetzten Hygienemassnahmen zu schützen.

Für die Bevölkerung stellt die Vogelgrippe laut BVET keine direkte Gefahr dar. Spaziergänge am See oder in der Natur könnten ohne weiteres gemacht werden. Als einzige Schutzmassnahme sollte man keine toten oder kranken Vögel mit blossen Händen berühren; den Fund jedoch dem Kantonstierarzt melden. (dapd)

Deine Meinung