Aktualisiert 09.12.2007 19:33

Weiteres Brustkrebs-Gen entdeckt

Wissenschaftler haben nach eigenen Angaben ein weiteres Gen entdeckt, das bei einer Mutation Brustkrebs auslösen könnte.

Bekannt war bereits, dass Frauen mit einem im Erbgut beschädigten BRCA1-Gen einem hohen Risiko für eine Erkrankung ausgesetzt sind. Nun wurde eine ähnlich hohe Bedeutung des Gens PTEN festgestellt, wie aus einer am Sonntag in New York veröffentlichten Studie hervorgeht.

Das Gen BRCA1 dient dazu, Schäden an anderen Genen zu reparieren. Ist es also selbst beschädigt, kann es diese Funktion nicht mehr erfüllen. Bislang war allerdings noch nicht bekannt, wie dies funktioniert und warum dies gerade für die Entstehung von Brustkrebs so ausschlaggebend zu sein scheint. Nun fanden die Forscher heraus, dass bei Brustkrebspatientinnen mit einem mutierten BRCA1-Gen in den meisten Fällen auch das PTEN-Gen beschädigt ist. Letzteres gilt als Krebshemmer.

Sind also beide Gene beschädigt, wird den Erkenntnissen zufolge eine chemische Reaktion ausgelöst, die den bösartigen Brusttumor entstehen lässt. Ziel müsse es deshalb sein, ein Medikament zu finden, dass diese Reaktion unterbricht, hiess es in der Studie. (dapd)

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