USA und Südkorea: Weiteres Seemanöver verschoben
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USA und SüdkoreaWeiteres Seemanöver verschoben

Die Streitkräfte der USA und Südkoreas haben ein als Abschreckung gegen Nordkorea geplantes Seemanöver verschoben. Die fünftägigen Übungen zur U-Boot-Abwehr sollten an diesem Sonntag im Gelben Meer beginnen.

Als Grund für die Verschiebung nannten die US-Streitkräfte in Korea (USFK) am Samstag einen heraufziehenden Taifun. «Obwohl die Allianz unter allen Wetterbedingungen operieren kann, wurde die Entscheidung im Interesse der Sicherheit aller Beteiligten getroffen.» Ein neuer Termin wurde zunächst nicht genannt.

Es sollten die zweiten Übungen in einer Serie von gemeinsamen Manövern sein, die beide Länder als Reaktion auf die Versenkung eines südkoreanischen Kriegsschiffes angekündigt hatten. Bei dem Vorfall im März nahe der innerkoreanischen Seegrenze im Gelben Meer wurden 46 Seeleute getötet.

Beide Länder machen das kommunistische Nordkorea dafür verantwortlich. Das Schiff wurde nach Angaben von Ermittlern bei einem Torpedo-Angriff durch ein nordkoreanisches U-Boot versenkt. Nordkorea weist jedoch jede Schuldzuweisung von sich.

Das neue Seemanöver sollte kleiner sein als eine gemeinsame Grossübung Ende Juli im Japanischen Meer. In den nordkoreanischen Staatsmedien wurde das geplante Manöver - wie üblich bei Truppenübungen der USA mit Südkorea - als Vorbereitung auf einen Angriff dargestellt.

China hatte wiederholt das Vorhaben der beiden Länder kritisiert, auch im Gelben Meer gemeinsame Manöver zu veranstalten. (sda)

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