USA: Weiteres Verfahren gegen die UBS
Aktualisiert

USAWeiteres Verfahren gegen die UBS

Die Wertpapieraufsichtsbehörde des Bundesstaats Massachusetts reichte in Boston eine Zivilklage gegen die UBS Financial Services ein. Darin wird die UBS-Einheit beschuldigt, riskante Anlageinstrumente verkauft und diese als sicher dargestellt zu haben.

Es geht um so genannten Auction-Rate Securities (ARS), die die UBS und andere führende Investmentbanken ihren Kunden in den USA verkauft hatten. Dabei handelt es sich um langfristige Schuldverschreibungen von Gemeinden, Studentenkreditgebern, Museen und anderen Institutionen, deren Zinssätze in regelmässigen Auktionen neu festgelegt werden. Diese Papiere wurden als sehr liquid und sicher angepriesen. Die Kreditkrise erfasste aber auch den Markt der ARS, dessen Volumen auf 330 Milliarden Dollar geschätzt wird und der im Frühling dieses Jahres zum Erliegen kam. Die Klage wirft der Grossbank vor, sich dieses Kollapses bewusst gewesen und die Papiere dennoch weiter verkauft zu haben. Der Bundesstaat fordert von der UBS die Rückzahlung der investierten Mittel und die Bezahlung einer Busse. Die UBS gab zunächst keine Stellungnahme zur Klage ab. (dapd)

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