Aktualisiert 21.04.2006 14:16

Weiterhin 10 Teams in der Super League

Die Präsidenten der Schweizer Profivereine (SFL) haben gestern in Bern eine Änderung des bestehenden Meisterschafts-Modus deutlich abgelehnt. Damit bleibt es bei 10 Super-League-Teams und 18 Mannschaften in der Challenge League.

Der FC Luzern hatte in seinem Antrag eine Aufstockung der höchsten Schweizer Liga und eine Verkleinerung der zweithöchsten Klasse um je zwei Teams verlangt. Der Antrag wurde anlässlich der ausserordentlichen Generalversammlung in Bern jedoch mit 24 von 35 Stimmen deutlich abgelehnt. «Für mich ist der bestehende Modus keineswegs eine Glaubensfrage und man kann immer darüber diskutieren. Man sollte aber nicht jedes Jahr daran herumschrauben, sonst leidet die Glaubwürdigkeit auch gegenüber den TV- und Marketingpartnern», sagte gestern Peter Stadelmann, der Präsident der Swiss Football League.

Betreffend neuen TV- und Marketing-Rechteverträgen konnte Stadelmann gestern aber keine News verkünden. Zwar hat sich die SFL mit dem bisherigen TV-Partner SRG/SSR auf einen neuen, besseren Vertrag einigen können, doch diese Abmachung ist erst rechtsgültig, wenn zwei Vorbehalte beseitigt sind. Diese betreffen insbesondere einen zusätzlichen Vertrag mit einem weiteren TV-Partner, dessen Namen aber noch nicht bekanntgegeben wurde.

Aus gut unterrichteten Kreisen war jedoch zu vernehmen, dass dieser zweite Partner die Swisscom mit ihren Produkten Teleclub und Bluewin-TV sein wird. Stadelmann: «Die Verhandlungen mit dem zweiten Partner befinden sich auf der Zielgerade und sollten in den nächsten Tagen abgeschlossen sein.» Es ist davon auszugehen, dass künftig zusätzliche Partien aus der Super League via Pay-TV ausgestrahlt werden. Zudem sollen in Zukunft auch Highlights aus der Challenge League vermehrt am TV zu sehen sein.

Auch der neue Marketing-Vertrag kann erst abgeschlossen werden, wenn die TV-Rechteverträge unter Dach und Fach sind. Für nächste Saison wurde in Aussicht gestellt, dass dannzumal auch die Challenge League über einen Titelsponsor verfügen und damit wohl auch mehr Geld vom Verband erhalten sollte.

Die SFL-Vereinspräsidenten beschlossen zudem, dass Spieler aus den zehn neuen EU-Staaten aus Osteuropa künftig EU- und Schweizer Spielern gleichgestellt sind und in unbeschränkter Zahl eingesetzt werden dürfen. Der Schweizerische Fussballverband (SFV) muss nun noch festlegen, ab wann diese Regelung gültig ist.

Bestimmt wurde gestern auch, dass der Challenge-League-Vertreter in der Aufstiegs-Barrage gegen den Zweitletzten der Super League im Hinspiel (Donnerstag, 18. Mai) Heimrecht besitzt. Im Rückspiel am Sonntag, 21. Mai, wird dann der Super-League-Verein zu Hause antreten und damit bei einer allfälligen Verlängerung vor eigenem Publikum spielen können. (si)

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