Corona in der Zentralschweiz: Weiterhin Übersterblichkeit der über 65-Jährigen
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Corona in der ZentralschweizWeiterhin Übersterblichkeit der über 65-Jährigen

Eine Auswertung von Lustat Statistik Luzern zeigt, dass die Übersterblichkeit der über 65-Jährigen in der Zentralschweiz höher und anhaltender ist als während der ersten Coronawelle.

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Erstmals seit Mitte April und dem Ausbruch der Corona Pandemie ist in der Zentralschweiz Ende Oktober eine Übersterblichkeit beobachtet worden. (Symbolbild)

Erstmals seit Mitte April und dem Ausbruch der Corona Pandemie ist in der Zentralschweiz Ende Oktober eine Übersterblichkeit beobachtet worden. (Symbolbild)

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Die Übersterblichkeit der über 65-Jährigen sei höher und anhaltender als bei der ersten Coronawelle im Frühling. (Symbolbild)

Die Übersterblichkeit der über 65-Jährigen sei höher und anhaltender als bei der ersten Coronawelle im Frühling. (Symbolbild)

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 In der Woche 47 (ab 16. November) gab es 153 Todesfälle. Zu erwarten waren indes nur 75 bis 126 Todesfälle. (Symbolbild)

In der Woche 47 (ab 16. November) gab es 153 Todesfälle. Zu erwarten waren indes nur 75 bis 126 Todesfälle. (Symbolbild)

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Darum gehts

  • Eine Auswertung von Lustat Statistik Luzern zeigt eine höhere und anhaltendere Sterblichkeit bei über 65-Jährigen in der Zentralschweiz als bei der ersten Coronawelle.

  • Der Kanton Luzern zeigt als einziger Kanton in der Zentralschweiz keine Übersterblichkeit.

  • Die Sterblichkeit der unter 65-Jährigen liegt weiter im Bereich der statistischen Erwartungen.

In der Zentralschweiz sterben seit fünf Wochen mehr ältere Menschen als üblich. Wie Lustat Statistik Luzern am Mittwoch mitteilte, ist die Übersterblichkeit der Altersgruppe ab 65 Jahren höher und anhaltender als bei der ersten Coronawelle im Frühling.

Die Statistiker berechnen jeweils wochenweise auf Basis der Daten der letzten Jahre die Zahl der zu erwartenden Todesfälle. Dabei wird auch die saisonale Verteilung der Todesfälle berücksichtigt.

In der Woche 43 (ab 19. Oktober) überschritt in der Zentralschweiz die Zahl der Todesfälle der älteren Menschen (132) erstmals die obere Grenze der zu erwartenden Todesfälle (124). In der Woche 47 (ab 16. November) gab es 153 Todesfälle. Zu erwarten waren indes nur 75 bis 126 Todesfälle.

Die Anzahl wöchentlicher Todesfälle von Personen unter 65 Jahren liegt in der Zentralschweiz weiterhin in der Bandbreite der statistischen Erwartung.

Nicht von der Übersterblichkeit betroffen ist der Kanton Luzern. Dort liegt die Zahl der Todesfälle der Über-65-Jährigen weiterhin innerhalb der Bandbreite, allerdings lag sie in den letzten fünf Wochen klar näher an der Obergrenze als zuvor.

Trauerst du oder jemand, den du kennst?

Hier findest du Hilfe:

Seelsorge.net, Angebot der reformierten und katholischen Kirche

Muslimische Seelsorge, Tel. 043 205 21 29

Lifewith.ch, für betroffene Geschwister

Verein Regenbogen, Hilfe für trauernde Familien

Pro Juventute, Tel. 147

(SDA)

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