Wettbewerber behindert? - Weko eröffnet Untersuchung gegen Swisscom
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Wettbewerber behindert?Weko eröffnet Untersuchung gegen Swisscom

Die Weko eröffnet eine Untersuchung gegen Swisscom und deren Tochtergesellschaft Directories. Es bestehen gemäss Weko Anhaltspunkte, dass Directories mit der Einführung der «SWISS LIST»-Produkte Wettbewerber behindert und Endkunden benachteiligt.

Die Weko prüft, ob Swisscom Directories eine marktbeherrschende Stellung innehat.

Die Weko prüft, ob Swisscom Directories eine marktbeherrschende Stellung innehat.

20min/Simon Glauser

Directories ist die Herausgeberin des gedruckten Telefonbuchs und Betreiberin der beiden Online-Verzeichnisdienste «local.ch» und «search.ch». Bisher konnten die dort aufgeführten Unternehmen ihren Eintrag mit weiteren Informationen individuell ergänzen.

Im Frühjahr 2019 hat Directories das Einheitsprodukt «SWISS LIST» eingeführt. Damit wurden der Preis und die Bedingungen für die Ergänzung des Telefonbucheintrags grundlegend geändert. Neu werden verschiedene Produkte und Dienstleistungen nur noch gebündelt angeboten. Dies kann nach einer ersten Einschätzung der Weko zu einer Behinderung von Wettbewerbern und zur Benachteiligung der Marktgegenseite führen.

Im Rahmen der Untersuchung prüft die Weko nun, ob Swisscom Directories tatsächlich eine marktbeherrschende Stellung innehat und sich im Sinne des Kartellgesetzes missbräuchlich verhalten hat. Die Weko rechnet mit einer Untersuchungsdauer von rund zwei Jahren.

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(fur)

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