«Erheblicher wirtschaftlicher Schaden» - WEKO hegt Kartell-Verdacht und durchsucht Walliser Transporteure
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«Erheblicher wirtschaftlicher Schaden»WEKO hegt Kartell-Verdacht und durchsucht Walliser Transporteure

Die Wettbewerbskommission (WEKO) hat eine Untersuchung gegen mehrere Walliser Transporteure zu allfälligen Abreden und gezielten Preismanipulationen eröffnet.

von
Lara Hofer
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Im Rahmen einer Ausschreibung zur Müllabfuhr und Abfallentsorgung soll es zu einer Koordination der Offerten zwischen mehreren Walliser Transportunternehmen gekommen sein, so die Wettbewerbskommission WEKO.

Im Rahmen einer Ausschreibung zur Müllabfuhr und Abfallentsorgung soll es zu einer Koordination der Offerten zwischen mehreren Walliser Transportunternehmen gekommen sein, so die Wettbewerbskommission WEKO.

ZVG
«Das Ziel ist es, einem Unternehmen den Auftrag zu einem bestimmten Preis zuzuschanzen», so die WEKO. Kartelle verursachen dadurch einen «erheblichen wirtschaftlichen Schaden».

«Das Ziel ist es, einem Unternehmen den Auftrag zu einem bestimmten Preis zuzuschanzen», so die WEKO. Kartelle verursachen dadurch einen «erheblichen wirtschaftlichen Schaden».

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Darum gehts

  • Die Wettbewerbskommission (WEKO) ist womöglich einem Kartell auf die Schliche gekommen, wie sie am Freitag mitteilte.

  • Mehrere Transportunternehmen von Waren und Abfällen sollen im Rahmen eines Ausschreibungsverfahren zu Abfallentsorgung ihre Offerten koordiniert haben.

  • Die WEKO führte deshalb mehrere Hausdurchsuchungen durch. Das beschlagnahmte Material wird derzeit ausgewertet.

Gezieltes Zusammenarbeiten, um den Wettbewerb zu verfälschen und die Preise zu manipulieren, damit mehr Gewinn erzielt werden kann – so funktioniert ein Kartell. Das alles passiert im Geheimen – kommen die Absprachen ans Licht, kann das schwerwiegende rechtliche Folgen haben. Nun ist womöglich ein solches Kartell im Wallis entdeckt worden, wie die Wettbewerbskommission (WEKO) am Freitag mitteilte. «Die WEKO verfügt über Anhaltspunkte, nach denen mehrere Transportunternehmen von Waren und Abfällen im Kanton Wallis Submissionsabreden getroffen haben», so die Kommission. Im Rahmen eines Ausschreibungsverfahren zu Müllabfuhr und Abfallentsorgung soll es zu einer Koordination der Offerten zwischen den Transportunternehmen gekommen sein.

Mehrere Hausdurchsuchungen führte die WEKO nun durch, um zu überprüfen, ob tatsächlich ein Kartell besteht. «Wir sind derzeit dabei, das beschlagnahmte Material auszuwerten», sagt Patrik Ducrey, Direktor der WEKO. Liegt ein Kartell vor, würde das bedeuten, dass die Unternehmen ihre Preise und Angebote so miteinander koordiniert haben, dass sie davon profitieren können. «Das Ziel ist es, einem Unternehmen den Auftrag zu einem bestimmten Preis zuzuschanzen», so die WEKO. Kartelle verursachen dadurch einen «erheblichen wirtschaftlichen Schaden».

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