Eishockey-Nati: Welche 2 Spieler beissen in den sauren Apfel?

Aktualisiert

Eishockey-NatiWelche 2 Spieler beissen in den sauren Apfel?

Mit 7 Verteidigern und 13 Stürmern will Glen Hanlon am Samstag in Prag in die WM starten. Mehr oder weniger stehen die vier Blöcke.

von
Marcel Allemann
Prag

«Ich bin sehr zufrieden mit der Qualität des Trainings, es ist ganz anders als noch letzte Woche in Frankreich, als viele Spieler nach einer längeren Pause frisch dazustiessen», erklärte Hanlon nach der Einheit mit seinem Team am Donnerstag in der Prager O2 Arena.

Von den 25 WM-Kader-Spielern trainierten 24 mit, einzig Nashville-Söldner Kevin Fiala fehlte. Da der Stürmer wegen technischer Probleme bei einem Flug ein Anschlussflugzeug verpasste, traf er erst am Donnerstagvormittag statt wie geplant am Mittwoch in Tschechien ein – zu spät fürs Training.

Paradesturm Brunner, Romy, Hollenstein

Hanlon liess wie folgt trainieren: 1. Block: Mark Streit, Félicien Du Bois; Damien Brunner, Kevin Romy, Denis Hollenstein. 2. Block: Dean Kukan, Roman Josi; Andres Ambühl, Cody Almond, Reto Suri. 3. Block: Patrick Geering, Robin Grossmann; Simon Bodenmann, Reto Schäppi, Matthias Bieber. 4. Block: Timo Helbling, Eric Blum; Julian Walker, Morris Trachsler, Dino Wieser/Tristan Scherwey. Die beiden Powerplay-Blöcke bildeten zudem: 1. Josi, Streit; Brunner, Romy, Hollenstein. 2. Du Bois, Grossmann; Ambühl, Almond, Suri.

Hanlon plant, Neuankömmling Fiala in der dritten Sturmlinie zu platzieren. Dadurch wird Bieber zu Walker und Trachsler nach hinten rutschen, Wieser und Scherwey sind dann die Stürmer Nummer 13 und 14. Mit 20 Feldspielern darf eine Nation jeweils spielen und Hanlon gab bereits bekannt, diese Plätze zum WM-Start am Samstag gegen Österreich auf 7 Verteidiger und 13 Stürmer zu verteilen, «denn Josi und Streit sind sich aus der NHL Einsatzzeiten von 23 bis 27 Minuten gewohnt, da verbleibt nicht genug Eiszeit für acht Verteidiger.»

Schaut Fiala zu Beginn noch zu?

Somit muss einer der acht Verteidiger gegen Österreich auf der Tribüne zuschauen. Anhand der Trainingseindrücke kann man davon ausgehen, dass es entweder Helbling oder Blum treffen wird. Und zwischen Scherwey und Wieser dürfte der Entscheid fallen, wer als 13. Stürmer beim WM-Start mittun kann und wer als überzähliger Angreifer zuschauen muss.

Es gibt allerdings auch noch die Variante, dass Fiala im ersten Match wegen der kurzfristigen Anreise noch überzählig sein wird. «Ich werde das mit ihm nach dem Freitagstraining anschauen und will von ihm wissen, wie sicher er sich mit dem System schon fühlt. Ausserdem könnte Kevin womöglich noch an Jetlag leiden und dann wäre die Anspielzeit von 12.15 Uhr nicht optimal für ihn», so Hanlon.

Keine offenen Fragen gibt es auf der Goalie-Position. Bereits am Dienstag hat Hanlon erklärt, dass Reto Berra als Nummer 1 ins Turnier starten wird und Leonardo Genoni vorerst sein Backup sein wird.

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