23.03.2019 07:33

Grow up

Welche 5 Anti-Kater-Mythen helfen wirklich?

Zu ausschweifend gefeiert und mit Kopfschmerzen im Bett? Wir überprüfen die grössten Hangover-Legenden und zeigen, was gegen Kater wirklich hilft.

Alkohol wirkt nicht auf jeden Menschen gleich. Die Art des Getränks, die persönliche Verfassung oder eingenommene Mahlzeiten nehmen einen erheblichen Einfluss auf das Befinden am Katermorgen. Wenn der Schädel brummt, das Herz pocht und der Brechreiz uns plagt, ist uns der Tathergang während der Partynacht zuweilen egal, Hauptsache, die Symptome verschwinden. Aspirin, Anti-Kater-Shots, eine einfache Bouillon oder im Bett ausharren, bis sich die Übelkeit verflüchtigt– jeder hat da eigene Methoden entwickelt. Doch welche Strategien sind nur Quacksalberei und was hilft wirklich?

1. Finger weg von Fuselalkohol!

Je reiner der Alkohol, desto besser. Günstige Weine und Spirituosen sind tatsächlich häufiger gezuckert und enthalten nicht selten giftige Begleitalkohole wie Methanol oder Isobutanol, die für den Körper sehr schwer abbaubar sind und wohl auch die Kopfschmerzen verursachen. Von billigem Gin oder Likör sollte man also besser die Finger lassen.

2. Viel Wasser trinken!

Nach jedem alkoholischen Getränk ein Glas Wasser trinken, dies wirkt auf jeden Fall der durch Alkohol begünstigten Dehydrierung des Körpers entgegen. Das Wasser kann jedoch den Alkohol nicht aus dem Blut spülen, und das Problem des schwerfälligen Methanolabbaus, der laut Studien durch seine giftige Wirkung die Kopfschmerzen begünstigt, wird auch nicht wirklich gelöst.

3. Aspirin

Eine Schmerztablette vor dem Schlafengehen bringts, sofern das Medikament nicht von der Leber abgebaut werden muss, denn diese hat auch so schon genug zu tun. Zu empfehlen ist hier Aspirin. Es lindert die Schmerzen und verdünnt auch das durch den Alkohol dickflüssiger gewordene Blut.

4. Das «Konterbier»

Was am Katermorgen für die meisten ein absolutes No-Go darstellt, wirkt laut wissenschaftlichen Untersuchungen tatsächlich. Die Erklärung hierzu: Der Körper verzögert den schwerfälligen Methanolabbau durch die erneute Einnahme von Alkohol, wodurch die Symptome auch sanfter auftreten.

5. Espresso mit Zucker und Zitrone

Ein altes Hausmittel gegen den Kater. Eine Studie der Universität Freiburg soll gezeigt haben, dass die Kombination aus doppeltem Espresso, einer halben ausgepressten Zitrone sowie einem Teelöffel Zucker unser Schmerzempfinden dämmen soll. Bewiesen ist dies allerdings nicht. Unser Tipp: ausprobieren!

Es ist und bleibt so: Die beste Katervorbeugung ist nach wie vor diejenige, welche bereits beim Konsumieren ansetzt. Zucker- und Kohlensäurehaltige alkoholische Getränke möglichst meiden und unbedingt auf die Qualität des Alkohols achten. Ausserdem viel Wasser einnehmen und möglichst nicht auf nüchternen Magen trinken. (20 Minuten)

Schon Mitte 20 aber noch immer nicht wirklich im Erwachsenenleben angekommen? No need to panic! «Grow Up» beantwortet dir alles, was du spätestens mit 30 wissen musst. Seien es Fragen zur Karriere, dem Umgang mit Geld oder den Behörden: Hotel Mama war gestern.

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