Frage an die Weltmacht – Welche Kritik aus dem Westen lässt sich China gefallen?
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Frage an die WeltmachtWelche Kritik aus dem Westen lässt sich China gefallen?

China sei offen für gut gemeinte Kritik, sagt Generalkonsul Zhao. Aber es akzeptiere keine belehrenden Unterstellungen. Ai Weiwei relativiert.

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Welche Kritik von aussen nimmt China an? (Im Bild: die Flagge der EU und die Flagge der Volksrepublik China an einem Wirtschaftsgipfel in Peking im Juni 2018) 

Welche Kritik von aussen nimmt China an? (Im Bild: die Flagge der EU und die Flagge der Volksrepublik China an einem Wirtschaftsgipfel in Peking im Juni 2018)

REUTERS
Zhao Qinghua: «Wir begrüssen alle nützlichen Vorschläge und gut gemeinte Kritik, aber wir akzeptieren keine lehrerhaften Anschuldigungen und Unterstellungen.» 

Zhao Qinghua: «Wir begrüssen alle nützlichen Vorschläge und gut gemeinte Kritik, aber wir akzeptieren keine lehrerhaften Anschuldigungen und Unterstellungen

Generalkonsulat VRC

Generalkonsul Zhao: Jeder mag es, gelobt zu werden. Die chinesische Nation hat eine grossartige Zivilisation, die in mehr als 5000 Jahren historischer Entwicklung entstanden ist.

Die Kommunistische Partei Chinas hat ein Jahrhundert lang harte Arbeit geleistet und mehr als 70 Jahre Erfahrung in die Regierung und die Wiederauferstehung des Landes eingesetzt.

Wir waren, sind und werden weiterhin aktiv daran arbeiten, von all den guten Errungenschaften in der menschlichen Zivilisation zu lernen. Wir begrüssen alle nützlichen Vorschläge und gut gemeinte Kritik, aber wir akzeptieren keine «lehrerhaften» Anschuldigungen und Unterstellungen.

Kommentar Ai Weiwei

«Auch der Westen mit seiner Fake-Demokratie ist zu kritisieren»

20 Minuten 

Ai Weiwei: «Übervereinfachte Kritik, ob aus dem Westen oder aus China, ist immer brutal. Um un- und wenig fundierte gegenseitige Anschuldigungen zu vermeiden, müsste es einen aufrichtigen Willen zur Offenlegung von Wahrheit und Fakten geben, damit beide Seiten an Informationen gelangen können.

Da ihre Interessen aber von Profit getrieben sind, akzeptieren weder autoritäre Systeme noch die Korporatokratie (die Herrschaft der Konzerne) und auch Finanzdespoten wie die «Credit Suisse» keine Kritik. Zu kritisieren ist also nicht nur China, sondern auch der Westen mit seiner Korporatokratie und Fake-Demokratie.

China wird als erfolgreiches autoritäres Modell charakterisiert, das Regime sieht darin den wichtigsten Pfad seiner Herrschaft. Doch es basiert auf einem verzerrten Verständnis von Gesellschaften und Menschlichkeit.»

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(gux)

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