26.03.2017 13:18

Geiz vs. Luxus

Welcher Spartyp sind Sie?

Auto, Disco-Besuch oder Ferien: Fürs Sparen gibt es viele Gründe. Doch jeder geht beim Sparen anders vor. Eine Typologie.

von
kwo
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50 Prozent Rabatt: Für den Schnäppchenjäger ist das der Himmel. Er ist einer von neun Spartypen, den die 20-Minuten-Redaktion in einer Liste zusammengefasst hat.

50 Prozent Rabatt: Für den Schnäppchenjäger ist das der Himmel. Er ist einer von neun Spartypen, den die 20-Minuten-Redaktion in einer Liste zusammengefasst hat.

Keystone/Ennio Leanza
Weil er sparen will, kauft der Geizhals nur so wenig neue Kleider wie möglich und pflegt vor allem das, was er hat. Geschaut wird nach Gebrauchtem auf Auktionsbörsen. Wenn er aber trotzdem etwas Neues braucht, ist der Ausverkauf Pflicht. Etwas zum vollen Preis zu kaufen, ist für Sparfüchse ein No-go.

Weil er sparen will, kauft der Geizhals nur so wenig neue Kleider wie möglich und pflegt vor allem das, was er hat. Geschaut wird nach Gebrauchtem auf Auktionsbörsen. Wenn er aber trotzdem etwas Neues braucht, ist der Ausverkauf Pflicht. Etwas zum vollen Preis zu kaufen, ist für Sparfüchse ein No-go.

Keystone/Salvatore di Nolfi
Klar ist: Auch dann werden die Taschen nicht gefüllt. Gekauft wird sehr überlegt und gezielt.

Klar ist: Auch dann werden die Taschen nicht gefüllt. Gekauft wird sehr überlegt und gezielt.

Keystone/Salvatore di Nolfi

Konsumverzicht aus Überzeugung: weder Geschenke, noch Restaurant-Besuche und schon gar kein neues Auto. Asketisches Sparen ist gross in Mode. Vor allem in der Romandie gibt es derzeit eine neue Bewegung, deren Anhänger meist nicht aus Notwendigkeit, sondern aus Überzeugung ihr Geld auf die Seite legen. Sind Sie selber mehr der Schnäppchenjäger oder übervorsichtige Vorsorger? Eine Typologie.

Der Geizhals

Der Geizhals geht kaum ins Restaurant, in die Disco oder Bar. Wenn er dort ist, möchte er unbedingt getrennt bezahlen, weil er sich die günstigste Mahlzeit oder das günstigste Getränk bestellt hatte. Geschenke für andere findet er sowieso überflüssig, denn sie kosten Geld. Ständig neue Kleider gibt es bei ihm auch nicht. Wenn er Geld ausgibt, dann tut der Geizhals dies gezielt und überlegt sich vorher aber dreimal, ob die Ausgabe wirklich notwendig ist. Wenn er kann, sammelt er Sparbons, zum Beispiel für Supermärkte, und löst diese ein.

Der Schnäppchenjäger

50-Prozent-Aktion auf die Pouletbrüstchen im Coop oder zwei Gläser Tomatensauce zum Preis von einem: Solche Angebote lassen das Herz des Schnäppchenjägers höher schlagen. Wenn immer er auf Rabatte trifft, schlägt er zu. Dabei braucht er das gekaufte Produkt oft gar nicht dringend, freut sich aber über den guten Deal und erzählt jedem davon. Ausserdem fährt er gerne ins grenznahe Ausland zum Einkaufen, auch, wenn er dafür im Stau stehen muss.

Der Schnorrer

Nach dem Feierabend gehen Angestellte gern zusammen ein Bierchen trinken. Normalerweise bezahlt jeder sein Getränk selbst. Doch gibt es auch den Schnorrer. Wenn der Kellner vor ihnen steht, sagen sie zum Beispiel: «Oh je, ich habe mein Portemonnaie vergessen» oder «Ich habe kein Geld dabei». Die Hoffnung dahinter: Ein grosszügiger Kollege springt ein und übernimmt die Rechnung.

Der Asket

Ähnlich wie der Geizhals gibt der Asket nur wenig Geld aus. Doch sein Motiv ist ein anderes. Die Ausgabe reut ihn nicht, sondern er ist schlichtweg sehr bescheiden und mit wenig zufrieden. Luxus bereitet ihm weder Freude noch Genuss, weshalb er darauf verzichtet. Dafür freut es ihn und verspürt Stolz, wenn er der Kauflaune widersteht.

Der Kompensationssparer

Ein bisschen Luxus muss manchmal sein, sagt sich der Kompensationssparer und kauft sich gern mal einen teuren Anzug oder eine schicke Tasche. Doch nach dem Kauf erfasst ihn das schlechte Gewissen für die nicht unbedingt notwendige Ausgabe. Um dieses wieder zu beruhigen, überweist er prompt eine kleine Summe auf sein Sparkonto.

Der «Fürs-Auto-gebe-ich-alles»-Typ

Ein schneller Flitzer oder eine elegante Limousine: Ohne ein gutes Auto geht beim Auto-Freak nichts. Doch leider reicht sein Einkommen eigentlich nicht für ein teures Gefährt. Die Konsequenz: Er kauft sich nur das billigste Essen und spart, wo er nur kann. Das gesparte Geld gibt er dann komplett für sein Auto aus.

Der Finanzoptimierer

Welche Krankenkasse ist wirklich die billigste? Könnte sich ein Umzug lohnen, um bei den Steuern zu sparen? In welchem Sportgeschäft kosten die Turnschuhe am wenigsten? Mit solchen Fragen beschäftigt sich der Finanzoptimierer. Die Nutzung von Vergleichsportalen bereitet ihm grosse Freude, einen Kauf tätigt er erst, wenn er sich sicher ist, den günstigsten Anbieter gefunden zu haben.

Der übervorsichtige Vorsorger

Säule-3a-Konto, Steuerkonto, Ferienkonto und Notfallreserve: Der Vorsorger möchte auf jede Eventualität vorbereitet sein. Sein Gehalt – auch wenn es sehr hoch ist – legt er daher sehr pflichtbewusst auf die Seite. Danach jammert er dafür manchmal, dass er sich «ja kaum noch etwas leisten» könne. Dabei verdient er eigentlich genug, um sich einigen Luxus leisten zu können.

Der unfreiwillige Sparer

Dieser Typ spart nicht, weil er möchte, sondern weil ihm nichts anderes übrig bleibt. Seine finanziellen Mittel sind begrenzt, und er muss schauen, wie er über die Runden kommt. Typen wie der übervorsichtige Vorsorger oder der «Fürs-Auto-gebe-ich-alles»-Typ sorgen beim unfreiwilligen Sparer bloss für Kopfschütteln.

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