Gerüchte: Welches Spiel treibt Google?
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GerüchteWelches Spiel treibt Google?

Die Firma hat eine Stelle für einen «Product Management Leader, Games» ausgeschrieben. Es gibt zwei weitere Hinweise, dass der Suchmaschinist ein neues Geschäftsfeld erschliessen will.

von
hst
Google sucht einen «Product Management Leader, Games»

Google sucht einen «Product Management Leader, Games»

Die Stellenanzeige auf Google.com ist vage gehalten. Es ist zu lesen, dass der Jobinhaber am Firmensitz im kalifornischen Mountain View arbeiten und Googles Produktstrategie für Games entwickeln soll. Unlängst hatte der Suchmaschinenanbieter die israelische Spieleentwickler-Firma LabPixies gekauft und Branchenveteran Mark DeLoura als Berater für Entwickler eingestellt. Traditionell äussert sich Google nicht zur Unternehmensstrategie. Mit dem Schwenk in Richtung Gaming könnten die Kalifornier unter anderem ihren Android Market, das App-Angebot für Smartphones mit dem freien Betriebssystem, aufwerten.

Schweigen erntete auch das «Wall Street Journal» von Google auf einen Bericht, in dem Verizon-CEO Lowell McAdam dem Blatt gesagt hatte, dass der US-Provider mit dem Suchmaschinenanbieter an einem Tablet-PC arbeite. Weitere Details nannte der Verizon-Boss nicht. Wie 20 Minuten Online berichtete, soll sich Google-Chef Eric Schmidt kürzlich auf einer Party in Los Angeles zum Tablet-PC der Kalifornier geäussert und bestätigt haben, dass ausschliesslich Googles Betriebssystem Android auf dem Rechner laufen soll. Die «New York Times» zitierte ausserdem mit dem Projekt betraute Mitarbeiter, laut denen Google bereits mit Verlagen gesprochen habe, um elektronische Bücher und Zeitschriften auf den Rechner bringen zu können. Wie Schmidt mit Bezug auf das iPad gesagt haben soll, könnten sowohl Google als auch Apple noch zwei oder drei Jahre brauchen, um den idealen Rechner auf den Markt zu bringen. Im Gegensatz zum iPad soll Googles-Tablet Adobe Flash unterstützen, wie die «New York Times» weiter schrieb. Google hatte den Bericht nicht kommentiert.

Neuerungen für Google Maps und Gmail

Im Google Mobile Blog hat das Unternehmen Google Maps for Android 4.2 präsentiert. Voraussetzung für die Nutzung ist mindestens Android 1.6. Wichtigste Neuerungen sind ein Routenplaner für Fahrradfahrer in den USA und die Möglichkeit, Aufenthaltsorte direkt über einen Share-Button an andere User weiterzuleiten. Ausserdem gab Google im offiziellen Blog bekannt, dass Nutzer des Browsers Chrome nun auch Bilder per Drag & Drop an Nachrichten in Gmail hängen können. Wann die Funktion für Browser wie Firefox, Internet Explorer und Safari angeboten wird, gab die Firma bislang nicht an.

Suchseite für Datenschützer geschlossen

Wie die Macher von scrooble.org bekannt gaben, haben sie ihre Seite schliessen müssen. Auf ihr konnten User Google nutzen, ohne standardmässig Daten an den Suchmaschinenanbieter zu übermitteln. Vergleichbares bieten unter anderem googlesharing.net und ixquick.com. Wie Daniel Brandt von Scroogle schrieb, habe man Daten zuvor von google.com/ie bezogen, was nun nicht mehr möglich sei. Resulate von anderen, vereinfachten Seiten wie google.com/m seien nicht nutzbar, weil die dahinter liegende Infrastruktur zu komplexfür Scrooble sei. Ein Google-Sprecher sagte dem «Wall Street Journal», google.com/ie sei für die Sidebar des Internet Explorers 6 gedacht gewesen. Da Google diesen veralteten Browser nicht mehr unterstütze, sei die Seite hinfällig.

Um Kritikern seiner Datenschutzbestimmungen entgegenzutreten, hatte Google Anfang November das so genannte Dashboard präsentiert. Es steht allerdings nur Usern mit Google-Account zur Verfügung: Sie können eine Schaltfläche finden, über die sie sich anzeigen lassen können, welche Daten Google von ihnen gespeichert hat. Surfer können überdies Informationen direkt löschen und sich Datenschutzbestimmungen diverser Google-Dienste auf einer Seite anzeigen lassen. Im Dashboard sind unter anderem folgende Informationen zu finden: Name, E-Mail-Adresse, Zahl der Kontakte, kürzlich besuchte Webseiten und das eigene Google-Profil.

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