Klimaschutz: Welches Wandbild gefällt Dir am besten?
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KlimaschutzWelches Wandbild gefällt Dir am besten?

Mitten in der Stadt Luzern entsteht ein riesiges Wandbild zum Thema Klimaschutz. Ein Wettbewerb entschied über das Siegerbild. Wir zeigen hier alle eingereichten Vorschläge – welcher gefällt Dir am besten?

von
Martin Messmer
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Auf dieser leeren Wand am Kauffmannweg 11 in der Luzerner Neustadt lässt der Stadtrat ein grosses Wandbild zum Thema Klimaschutz errichten. Das Gewinnerbild wurde in einem Wettbewerb ermittelt, zu dem sieben Schweizer Street-Art-Künstlerinnen und -Künstler eingeladen wurde. Wir zeigen hier die Vorschläge.

Auf dieser leeren Wand am Kauffmannweg 11 in der Luzerner Neustadt lässt der Stadtrat ein grosses Wandbild zum Thema Klimaschutz errichten. Das Gewinnerbild wurde in einem Wettbewerb ermittelt, zu dem sieben Schweizer Street-Art-Künstlerinnen und -Künstler eingeladen wurde. Wir zeigen hier die Vorschläge.

Stadt Luzern
Dieser Wettbewerbsbeitrag heisst «Impact» und stammt vom Künstlerduo Bane&Pest aus Chur. Im Begleittext heisst es laut Mitteilung der Stadt folgendes: «Das grossflächige Rosen-Sujet steht sinnbildlich für die Natur in ihrer schönsten Form. Das Flugzeug, welches im Überflug eine Schneise im Blätterteppich hinterlässt, zeigt auf subtile Art und Weise die Veränderungen, die unser Handeln und Streben nach Fortschritt haben.»

Dieser Wettbewerbsbeitrag heisst «Impact» und stammt vom Künstlerduo Bane&Pest aus Chur. Im Begleittext heisst es laut Mitteilung der Stadt folgendes: «Das grossflächige Rosen-Sujet steht sinnbildlich für die Natur in ihrer schönsten Form. Das Flugzeug, welches im Überflug eine Schneise im Blätterteppich hinterlässt, zeigt auf subtile Art und Weise die Veränderungen, die unser Handeln und Streben nach Fortschritt haben.»

Quelle: bane-pest.ch.
Dieser Vorschlag hier stammt vom Luzerner Grafiker Benedikt Notter. Im Begleittext heisst es: «Das Wandbild sollte hauptsächlich auf emotionaler Ebene wirken. Die Luzernerinnen und Luzerner werden durch eine emotionale Betroffenheit auf die Umweltproblematik aufmerksam gemacht.»

Dieser Vorschlag hier stammt vom Luzerner Grafiker Benedikt Notter. Im Begleittext heisst es: «Das Wandbild sollte hauptsächlich auf emotionaler Ebene wirken. Die Luzernerinnen und Luzerner werden durch eine emotionale Betroffenheit auf die Umweltproblematik aufmerksam gemacht.»

benediktnotter.ch

Darum gehts

  • Als Zeichen für den Klimaschutz entsteht in der Stadt Luzern ein grosses Wandbild.

  • Wer das Bild auf der 21 Meter hohen Wand malen darf, wurde in einem Wettbewerb entschieden.

  • Die Kosten belaufen sich auf total 50’000 Franken.

  • Anfangs Sommer soll das Werk realisiert werden.

Die Stadt Luzern will ein grosses Zeichen für den Klimaschutz setzen: Sie lässt auf einer 21 Meter hohen Hausmauer am Kauffmannweg 11 in der Neustadt ein Wandbild erstellen, das auf den Klimawandel aufmerksam machen soll.

Wer das Bild realisieren darf, wurde mit einem Wettbewerb entschieden. Aus diesem gingen die Tessiner Street-Art-Künstler Nevercrew als Sieger hervor. Die Stadt schreibt zu ihrer eingereichten Visualisierung: «Ihr Raketen-Glace symbolisiert einerseits den Entdeckungsdrang der Menschheit. Die alte Feuertreppe wird als Startrampe treffend ins Bild integriert. Die Rakete ist aber auch eine Glace aus Eis, welche als Folge der vom Mensch verursachten Aktivitäten schmilzt. Der Eroberungsdrang der Menschheit wird in Frage gestellt. Die Natur stellen Nevercrew verwundbar dar, dem Menschen ausgeliefert: Die Tierwelt wird auf einen winzigen Teil des Bildes zurückgedrängt. Das Feuer am Stiel der Raketen-Glace gefährdet den letzten Lebensraum der Pinguine. Das brennende Streichholz löst den Impuls aus, die Flamme ausblasen zu wollen und konfrontiert einen mit der eigenen Verantwortung in der Klimakrise.»

Zurzeit läuft das Bewilligungsverfahren, das Bild soll Anfang Sommer 2021 realisiert werden. Die
Umsetzung dauert ein bis zwei Wochen. Die Kosten belaufen sich auf 50’000 Franken; die Hälfte davon zahlt die Stadt, die andere Hälfte die Albert Koechlin Stiftung. Das Wandbild bleibt solange bestehen, bis die Katholische Kirche das Gebäude einer neuen Nutzung zuführt.

Stadt will noch mehr Wandbilder

Das Bild wird im Rahmen der Kampagne «Wir leben Klimaschutz» der Stadt Luzern realisiert. Der Quartierverein Hirschmatt-Neustadt hatte sich dort schon länger ein Street-Art-Projekt gewünscht, teilte die Stadt weiter mit. Und: Mit diesem Projekt verbunden sei auch «eine optische Aufwertung des etwas in die Jahre gekommenen Areals». Zudem werde damit die Kunstform Street-Art gefördert – das entspreche auch dem Willen der Politik. So stehe in der Antwort des Stadtrates auf einen Vorstoss der SP/Grünen, dass die Stadt «die Bedeutung von Street-Art als Beitrag zur Aufwertung des öffentlichen Raums anerkennt und bereit ist, diese wie bis anhin zu unterstützen.» Fazit der Stadt: «Es ist wünschenswert, dass dieses Projekt als Türöffner für weitere Street-Art-Projekte dient.»

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