Hands-on Lumia 920: Welcome back, Nokia!
Aktualisiert

Hands-on Lumia 920Welcome back, Nokia!

Es ist bunt, es ist schnell - es ist ein Windows-Phone: Am Dienstag präsentierten Nokia und Microsoft zum ersten Mal das Lumia 920 in der Schweiz. Wir konnten es einen Monat vor Verkaufsstart antesten.

von
Oliver Wietlisbach

Der neue Windows-Phone-Hoffnungsträger steht ab Ende November in den Swisscom-Shops. Ab Anfang Januar kommen auch Sunrise- und Orange-Kunden zum Zug. Wir konnten das neue Lumia 920 bereits antesten.

Das erste Lumia war ein kleiner Hingucker, mit dem äusserlich sehr ähnlichen Nachfolger hat der Kunde nun auch «Killer-Hardware» in den Händen: Gegenüber dem Lumia 800/900 ist der Bildschirm auf 4,5 Zoll angewachsen. Dies scheint auf den ersten Blick ein guter Kompromiss zwischen dem grossen Display des Galaxy S3 und dem eher kleinen Bildschirm beim iPhone 5 zu sein. Das Lumia-Display löst um satte 36 Prozent höher auf als das ebenfalls schon gute Display im neuen iPhone (siehe Vergleich Lumia 920 und iPhone 5). Es soll laut Nokia auch deutlich weniger spiegeln, was wir im Innenraum aber nicht überprüfen konnten.

Kabelloses Laden und Handschuh-Bedienung

Dafür konnten wir uns davon überzeugen, dass der Touchscreen tatsächlich mit dicken Winterhandschuhen bedient werden kann. Eine nettes Plus, dass vor allem bei frostigen Temperaturen viele erfreuen wird.

Quelle: YouTube/Idelafr

Die neue Nokia-Generation lässt sich zudem optional kabellos mit einem sogenannten Charging Pad aufladen. Das Zauberwort hier heisst Induktion. Das Lumia wird einfach auf das Auflade-Pad gelegt und so mit Strom versorgt. Induktives Laden funktioniert im Prinzip mit allen Smartphones, bislang mussten die Geräte aber zuerst in eine Ladehülle gesteckt werden. Das kabellose Laden ist bequem, allerdings liegt die Effizienz laut Nokia nur bei 80 Prozent im Vergleich mit einem herkömmlichen Ladegerät.

Die beste Smartphone-Kamera

Das eigentliche Highlight des Lumia 920 ist die PureView-Kamera. Nokia ist laut eigenen Angaben der erste Handy-Hersteller, der einen optischen Bildstabilisator in Smartphones verbaut. Solche Bildstabilisatoren finden sich seit einigen Jahren in Kompaktkameras. Ein geschrumpfter Bildstabilisator sorgt nun auch im Lumia dafür, dass Fotos und Videos weniger verwackeln. Insbesondere bei wenig Licht werden so deutlich bessere Aufnahmen möglich (siehe Diashow).

Der Kameravergleich: Lumia 920 VS. iPhone 5

Quelle: YouTube/Engadget

Nokia hat mit LTE (schnelle Mobilfunkverbindung), NFC (drahtloser Austausch von Fotos, Videos und drahtlose Zahlvorgänge) sowie einem starken Akku so ziemlich alles in das neue Lumia gepackt, was derzeit technisch möglich ist. Dies führt dazu, dass das Lumia 920 mit 185 Gramm deutlich mehr auf die Waage bringt als andere Handys und die unverbindliche Preisempfehlung bei stolzen 800 Franken liegt. Im Handel und mit einem Abo wird das Gerät mit 32 Gigabyte Speicher erfahrungsgemäss viel billiger zu haben sein.

Zuerst nur in Schwarz, Weiss und Gelb

Wie beim kleinen Lumia 800 ist auch das Display im neuen Lumia leicht gewölbt. Der Bildschirm geht so fliessend in das Unibody-Gehäuse aus Polycarbonat über. Der robuste Kunststoff ist von Aussen bis Innen durchgefärbt, wodurch allfällige Kratzer kaum sichtbar werden.

Das Lumia 920 wird es bei den Schweizer Providern in Schwarz, Weiss und Gelb geben. Im freien Handel wird auch die rote Variante zu finden sein. Das schwarze Lumia fühlt sich in der Hand am besten an, da es mit einer matten, rauen Oberfläche daherkommt.

Neu mit Windows Phone 8

Ein letzter erster Eindruck: Auf dem Lumia 920 kommt Microsofts neues Betriebssystem Windows Phone 8 zum Einsatz. Im Kurztest läuft es genau so flüssig wie Windows Phone 7.5.

Charakteristisch für Windows Phone ist der interaktive Startbildschirm mit den sogenannten Live Tiles (Kacheln). Diese kommen auf dem grösseren Bildschirm deutlich besser zur Geltung. Die interaktiven Kacheln starten Apps und zeigen Informationen wie neue E-Mails, Fotos oder das Wetter auf einen Blick an.

Live Tiles lassen sich frei anordnen und können neu in drei Grössen auf dem Home-Screen abgelegt werden. Das Ändern der Grösse funktioniert einwandfrei, allerdings nutzen noch längst nicht alle App-Entwickler alle Möglichkeiten der Live Tiles. Da Apps nun auch als Mini-Kacheln abgelegt werden können, lässt sich der Startbildschirm besser nach dem eigenen Gusto einrichten, als dies bei Windows Phone 7 der Fall war.

Quelle: YouTube/HTCInside

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