Clelia II: Wellen verschlingen Passagierschiff
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Clelia IIWellen verschlingen Passagierschiff

Ein Kreuzfahrtschiff gerät in der Antarktis zwischen über neun Meter hohe Wellen. Wer schon mal seekrank war, kann sich bestimmt gut vorstellen, wie sich die Menschen an Bord fühlten.

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Quelle: YouTube

Ein dramatisches Amateurvideo zeigt, wie das Passagierschiff Clelia II am Dienstag in Seenot gerät. Unterwegs war es mit 88 Touristen und 77 Besatzungsmitgliedern. Zum Zeitpunkt des Unwetters befand sich das Kreuzfahrtschiff in der Drakestrasse, zwischen der Südspitze Südamerikas und der Nordspitze der antarktischen Halbinsel.

Die über neun Meter hohen Wellen setzten einen Motor ausser Gefecht, drückten Scheiben ein und sorgten für einen Stromausfall sowie für die Zerstörung des Kommunikationssystems.

Glück im Unglück

Entdeckt wurde Clelia II schliesslich von einem anderen Passagierschiff, dessen Kapitän Alarm schlug. Von dem havarierten Schiff aus war es nicht mehr möglich, per Funk einen Notruf abzusetzen.

Das Kreuzfahrtschiff wurde dann von einem chilenischen Marineschiff zurück nach Argentinien begleitet. Die Reise dauerte viel länger als geplant, denn die Clelia II konnte sich nur noch im Schneckentempo fortbewegen.

Der Kapitän liess verlauten, dass er in seinen bisher insgesamt 159 Trips zur Antarktischen Halbinsel noch nie einen vergleichbar hohen Wellengang erlebt habe. Von den 165 Menschen an Bord habe sich beim Sturm glücklicherweise nur ein Crewmitglied leicht verletzt.

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