Aktualisiert 01.07.2011 08:03

Fieser Fisch

Wels attackiert badende Frau

Im Wallis ist eine Frau beim Baden von einem Wels gebissen worden. Er hinterliess eine 20 Zentimeter breite Bissspur – und einen ordentlichen Schrecken.

von
ann

Bei den Iles de Sion, drei Baggerseen bei Sion, ist eine Badende tief erschreckt worden: Ein Wels hat sie im See attackiert. Der Süsswasserfisch biss zu und hinterliess eine rund 20 Zentimeter grosse rote Bissspur. Yvon Crettenand, Kantonale Biologin, bestätigte gegenüber «Le Matin», dass es sich um die Zahnabdrücke eines Wels handelt. «Dieser Fisch ist für Menschen aber nicht gefährlich», betont sie.

Im Wallis gibt es nur in den Baggerseen der Iles de Sion Welse. Der Raubfisch wurde dort illegal ausgesetzt und ernährt sich von anderen Fischen. Er gefährdet die Fische der Region, darum hat Yvon Crettenand gar keine Freude am Wels.

Die Badende hat möglicherweise eine Bewegung im Wasser gemacht, die den Wels dazu verleitete, sie als Beute zu betrachten. Er könnte aber auch seine Brut verteidigt haben. Richtig verletzen könnte der Wels Menschen nicht. «Die Zähne des Wels sind klein, er könnte uns damit nicht richtig verletzen», so Crettenand.

Welse gibt es vor allem in grossen Seen wie dem Genfer-, dem Bieler, dem Zürich- und dem Bodensee. Sie können länger als zwei Meter und über 50 Kilo schwer werden.

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