Aktualisiert 18.09.2014 06:41

Völlig unbesorgt?

Welt ist in Aufruhr wegen Ebola - die Schweiz nicht

Die Ebola-Epidemie ist ausser Kontrolle - die Welt ist alarmiert. Eine Gefahr für die Schweiz sieht das BAG allerdings weiterhin nicht.

von
Fee Riebeling

Über 2400 Tote, rund 5000 Infizierte, täglich werden es mehr. Die Ebola-Seuche breitet sich rasend schnell aus. Innerhalb von 21 Tagen infizierten sich so viele Menschen wie im halben Jahr zuvor. Die WHO rechnet mit über 20'000 Ebolafällen, ein US-Experte sogar mit Hunderttausenden in den nächsten 12 bis 18 Monaten. Der deutsche Virologe Jonas Schmidt-Chanasit urteilte sogar: «Der richtige Zeitpunkt zum Eingreifen wurde verpasst. Jetzt ist es zu spät.»

Trotzdem schätzt das Bundesamt für Gesundheit (BAG) die Gefahr, dass es auch in der Schweiz zu Ebola-Fällen kommt, weiterhin als gering ein: «Es handelt sich bis jetzt nach wie vor nicht um ein Problem ausserhalb der betroffenen Region. Zudem gibt es keine direkten Flugverbindungen in die Schweiz», sagt BAG-Sprecherin Catherine Cossy. Eine stark wachsende Zahl von Erkrankten in Westafrika bedeute nicht, dass die Epidemie zu uns herüberschwappe, teilt das BAG unaufgeregt mit.

Und wenn es doch passiert? Sollten in der Schweiz doch Ebola-Fälle auftreten, stünden entsprechende Isolierstationen zur Verfügung, sagt das BAG. Für wie viele Patienten diese reichen würden und wo sich diese befinden, will man aber nicht sagen.

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