Weltbankpräsident fordert Priorität für Afrika
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Weltbankpräsident fordert Priorität für Afrika

Weltbankpräsident Paul Wolfowitz hat die reichen Staaten dazu aufgerufen, sich verstärkt dem Kampf gegen die Armut in Afrika zu widmen.

Es sei zu befürchten, dass die internationale Gemeinschaft ihren Verpflichtungen zu verstärkter Hilfe nicht nachkomme, sagte Wolfowitz am Dienstag auf dem Jahrestreffen der Weltbank und des Internationalen Währungsfonds IWF) in Singapur.

«Ich bleibe überzeugt, dass Afrika unsere erste Priorität sein muss», sagte Wolfowitz. Auf internationale Hilfe seien besonders diejenigen Länder angewiesen, die sich um einen Ausweg aus Krisen bemühten, sagte der Weltbankpräsident und nannte Sierra Leone, Liberia, den Kongo und die Zentralafrikanische Republik.

IWF-Direktor Rodrigo de Rato begrüsste am Dienstag die Entscheidung, die Quoten von China, Südkorea, Mexiko und der Türkei zu erhöhen. Damit erhalten diese Schwellenländer ein grösseres Mitspracherecht im IWF. Enttäuscht äusserte sich de Rato über den schleppenden Verlauf der Bemühungen um eine weitere Liberalisierung im Welthandel unter dem Dach der Welthandelsorganisation (WTO). «Es steht zu viel auf dem Spiel, um ein Scheitern zu akzeptieren», sagte de Rato. (dapd)

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