Weltfrauentag: Annan lobt Fortschritte
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Weltfrauentag: Annan lobt Fortschritte

Heute ist der Weltfrauentag. Es sei ein Grund zum Feiern, dass elf Regierungschefs weiblich seien, lobte UNO-Generalsekretär Kofi Annan. Frauenrechtlerinnen werfen Annan indes vor, zu wenig für die Rechte der Frauen zu unternehmen.

Das Mitspracherecht von Frauen spielt nach den Worten von UNO-Generalsekretär Kofi Annan eine tragende Rolle bei der Entwicklung der Menschheit. Kein anderer Faktor wie die Beteiligung von Frauen an der Macht könne so viel für die Konfliktprävention und die Versöhnung nach einem Krieg tun, sagte Annan in einer Erklärung zum Weltfrauentag am Mittwoch fest.

Es sei ein Grund zum Feiern, dass seit Januar der Posten des Regierungschefs in elf Ländern von Frauen ausgefüllt werde und dass drei weitere Länder ebenso viele weibliche wie männliche Parlamentarier hätten, sagte Annan.

Unterdessen warfen Frauenrechtlerinnen aus 50 Ländern Annan vor, sich nicht genug für das weibliche Geschlecht einzusetzen. Die Förderung der Gleichberechtigung spiele bei der Reform der Vereinten Nationen nur eine Nebenrolle, hiess es in einem von mehr als 200 Frauen unterzeichneten offenen Brief.

Enttäuschend sei auch, dass die Zahl der Frauen in UNO- Führungspositionen stagniere. «Wo ist das konkrete Engagement», fragte die Direktorin der Organisation Center for Women's Global Leadership, Charlotte Bunch, Annan bei einer Medienkonferenz.

Bunch und die anderen Autorinnen des Beschwerdebriefes nehmen derzeit an der 50. Sitzung der Kommission zum Status von Frauen in aller Welt teil. Die Vereinten Nationen sollten ein Vorbild für die Beteiligung von Frauen an der Macht abgeben, fordern die Teilnehmerinnen der New Yorker Konferenz. (sda)

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