Aktualisiert 25.12.2007 12:02

Weltgrösster Batteriehersteller in Nöten

Dem japanischen Elektronikkonzern Sanyo droht wegen fehlerhafter Bilanzen die Verbannung von der Börse. Als Konsequenz wurde sieben Spitzenmanagern das Gehalt gekürzt und der Konzernleitung die Pension gestrichen.

Der mit Verlusten kämpfende Konzern musste die Bilanzen der Muttergesellschaft der letzten sechs Geschäftsjahre korrigieren.

Nach Angaben vom Dienstag summieren sich die Verluste des weltgrössten Herstellers von wiederaufladbaren Batterien in diesen Jahren auf 484,5 Mrd. Yen (4,9 Mrd. Franken), nachdem zuvor 478,6 Mrd. Yen ausgewiesen worden waren. Die Börsenleitung in Tokio lässt nun überprüfen, ob die Aktien des Elektronikkonzerns möglicherweise vom Kurszettel genommen werden.

Wie das Unternehmen weiter mitteilte, werden als Konsequenz der Bilanzierungsfehler die Gehälter von sieben Spitzenmanagern gekürzt und Pensionszahlungen für Konzernleitungsmitglieder gestrichen. Die falsch kalkulierten Bilanzen hatten dazu geführt, dass irrtümlich Dividenden gezahlt wurden.

Als Gründe für die Bilanzierungsfehler wurden unter anderem ein unzureichender unternehmensinterner Kontrollmechanismus angeführt. Die Wertpapier-Aufsichtskommission empfahl der Finanzaufsicht, gegen Sanyo eine Geldbusse von 8,3 Mio. Yen zu verhängen. (sda)

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