Finanzkrise: Weltgrösster Versicherer AIG sucht 40 Milliarden
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FinanzkriseWeltgrösster Versicherer AIG sucht 40 Milliarden

Die Finanzmarktturbulenzen in den USA bleiben keineswegs auf den Bankensektor beschränkt. AIG sucht nach massiven Umsatz- und Wertverlusten 40 Milliarden Dollar Nothilfe.

Der weltgrösste Versicherungskonzern, die American International Group (AIG), kündigte eine Neuordnung seines Geschäftes an, nachdem die AIG-Aktie in den letzten Tagen um 45 Prozent eingebrochen ist.

Finanzkreise rechnen damit, dass der neue AIG-Chef Robert Willumstad, der im Juni das Ruder bei AIG übernommen hat, sich von Konzernbereichen trennt, wie das «Wall Street Journal» berichtet. Zusätzlich versuche die Konzernführung, weitere 40 Milliarden Dollar an Nothilfe aufzutreiben - möglicherweise von der US-Notenbank. Damit solle eine Herabstufung durch Ratingagenturen verhindert werden, die die Kapitalbeschaffung für den Konzern verteuern würde. Der Versicherer hat in diesem Jahr bereits 20 Milliarden Dollar frisches Kapital aufgenommen.

«Wir bewerten unser komplettes Geschäft neu und suchen nach Möglichkeiten, wie sich AIG in der Zukunft dem Wettbewerb stellt und in welchen Geschäftsfeldern wir bleiben sollten», sagte Konzernsprecher Nicholas Ashooh.

Die staatliche New Yorker Versicherungsaufsicht spricht nach eigenen Angaben seit Tagen mit AIG über Wege, wie die Kunden geschützt werden können.

Wie viele andere Versicherer ist auch die AIG von der Verschlechterung der Kreditbedingungen im Zuge der Hypothekenkrise hart getroffen worden. Sorge bereitet Anlegern vor allem, dass die riskanten so genannten «strukturierten» Finanzmarktprodukte, die AIG versichert hat, sich immer mehr als faul herausstellen können.

Nicht nur der Börsenwert, auch der Umsatz ist dem Konzern dramatisch weggebrochen. So erwirtschaftete AIG in der ersten Jahreshälfte 2008 einen Umsatz von knapp 34 Milliarden Dollar, 45 Prozent weniger als im Vorjahr (knapp 62 Milliarden).

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$$VIDEO$$ (dapd)

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