Aktualisiert 24.05.2007 21:22

Weltmeisterin im Sensenmähen

An die Sense, fertig, los! Das liess sich die 20-jährige Brigitte Wiget an der Mähmeisterschaft im deutschen Zell-Unterharmersbach nicht zweimal sagen – und wurde prompt Weltmeisterin.

«So gross bin ich noch nie gefeiert worden», erzählt Sensenfrau Brigitte Wiget. In einer Minute und 41 Sekunden mähte sie ein sieben mal sieben Meter grosses Wiesenstück ab und wurde damit Weltmeisterin im Sensenmähen. «Ich bin stolz, ein traditionelles Handwerk aufrechterhalten zu können», sagt Wiget. Schon ihr Vater war bei den ersten Mähmeisterschaften der Schweiz 1987 dabei. Wiget wuchs auf einem Bauernhof auf: «Da kommt man gar nicht ums Mähen herum.»

Auch für diesen Sport muss trainiert werden. Wiget sagt: «In den Wochen vor den Wettkämpfen gehe ich einmal pro Woche bis zu drei Stunden mähen.» Da ihr Vater mittlerweile sein Land verkauft hat, musste sich Wiget einen neuen Trainingsplatz suchen. «Jetzt übe ich bei den Nachbarn.»

Der Sensenmähsport gewinnt laufend an Beliebtheit. «Immer mehr junge Leute greifen wieder zur Sense», sagt WM-Organisator Hans-Peter Wagner. Und auch das Publikumsinteresse sei mit rund 10000 Besuchern gross gewesen.

Die Höhepunkte der Mäh-Weltmeisterschaft sind am Sonntag um 18.45 Uhr auf SWR zu sehen.

Laura Schütt

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