Bahnverkehr: Weltpremiere der Montreux-Oberland-Bahn
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BahnverkehrWeltpremiere der Montreux-Oberland-Bahn

Wer vom Genfersee ins Berner Oberland fährt, muss umsteigen - aber nicht mehr lange. Die Montreux-Oberland-Bahn hat den Prototypen eines weltweit neuartigen Fahrgestells erfolgreich getestet, das unterschiedliche Spurweiten vereint.

(Bilder: zVg)

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Die ersten Tests sind laut Montreux-Oberland-Bahn (MOB) ermutigend ausgefallen. Das Unternehmen will nun ab 2015 Direktverbindungen zwischen Montreux und Interlaken anbieten, wie es am Dienstag mitteilte. Derzeit müssen die Reisenden der Golden-Pass-Linie jeweils in Zweisimmen BE umsteigen, weil dort auf die MOB-Schmalspurlinie die SBB-Normalspur folgt.

Das neue Fahrgestell, das die MOB selber entwickelte, wurde am Dienstag in Montreux Behördenvertretern aus den Kantonen Waadt und Bern vorgestellt. Die MOB will in den nächsten Jahren 20 bestehende Panorama- und Normalwagen damit ausrüsten und zudem 24 neue Wagen mit diesem Fahrgestell beschaffen. Dafür sind Ausgaben von 80 Mio. Franken geplant.

Seit Jahren setzt sich eine Interkantonale Interessengemeinschaft dafür ein, dass bei Zugsreisen zwischen Genfersee und Luzern das Umsteigen entfällt. Lange zirkulierte die Idee eines zusätzlichen Gleises; seit 2008 ist bekannt, dass MOB-Ingenieure an einem neuartigen Fahrwerk arbeiten. (sda)

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