Aktualisiert

Weltpremiere: Grosser Bahnhof für «Harry Potter»

Riesenaufregung an der Weltpremiere von «Harry Potter und der Feuerkelch» in London.

Tausende Fans bejubelten die Hauptdarsteller und Premierengäste wie Claudia Schiffer und Madonna, die mit ihrer Tochter Lourdes über den roten Teppich schritt. Derweil wurde in Zürich ein wichtiger Entscheid gefällt: Nur Kinder ab zwölf dürfen den vierten Potter-Film sehen.

Am Sonntag fand in London die Weltpremiere des vierten «Harry Potter»-Streifens statt. Viele Stars schauten sich das Abenteuer gemeinsam mit ihren Kindern an – obwohl man den Film in England eigentlich erst ab zwölf Jahren sehen darf. Grund: «Harry Potter und der Feuerkelch» ist viel brutaler als seine Vorgänger. Auch in der Schweiz war man sich im Vorfeld einig: «Der Film wird ab zwölf sein», prophezeiten Kritiker und Kino-Besitzer.

Und sie hatten Recht – teilweise zumindest. Gestern fiel der Entscheid: «Harry Potter» wurde in Zürich ein «J12» ausgestellt. Dies bestätigten das Jugendfilmwesen des Kantons Zürich und der «Potter»-Verleih Warner. Demnach sind tatsächlich nur Kinder ab zwölf Jahren zugelassen – egal ob alleine oder in Begleitung der Eltern. Filmkritiker Alex Oberholzer findet das richtig: «Der Streifen ist nichts für Kinder.»

Trotzdem müssen die Kleinen nicht auf Potter verzichten, denn die Altersbeschränkung ist in der Schweiz kantonal geregelt. «Dank dem eigenartigen System dürfen in allen anderen Kantonen schon Zehnjährige oder noch Jüngere den Film sehen», wie Richard Broccon von Warner erklärt.

Konkret heisst das: In St. Gallen darf man mit zehn, in Basel mit neun und in Bern gar mit acht Jahren ins Kino. Broccon findet das unsinnig: «Es herrscht reines Chaos.» Dem pflichtet Oberholzer bei: «Das ist ein Witz.»

David Cappellini

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.