Mars in Moskau: Weltraum-«Big Brother» hat begonnen
Aktualisiert

Mars in MoskauWeltraum-«Big Brother» hat begonnen

Sechs Freiwillige aus Russland, Deutschland und Frankreich haben sich in Moskau für 105 Tage in ein nachgebautes Raumschiff einschliessen lassen. Sie simulieren die Auswirkungen eines monatelangen Fluges zum Mars.

Die sechs Teilnehmer - vier Russen, ein Deutscher und ein Franzose - stiegen um 11.45 Uhr MESZ in ein nachgebautes Raumschiff im Institut für biomedizinische Probleme (IBMP). In den nächsten 105 Tagen wird an ihnen untersucht, wie sich Menschen unter extremen Bedingungen eines langen Weltraumflugs verhalten.

Big Brother im All

«Wir sind froh, dass es nach den wochenlangen Vorbereitungen endlich losgeht», sagte der deutsche Bundeswehr-Soldat Oliver Knickel. Der nahezu isolierte Aufenthalt in dem 180 Quadratmeter grossen Modell soll neue Erkenntnisse für eine vielleicht in ferner Zukunft mögliche Mission zum Roten Planeten bringen.

Bis Mitte Juli wird der Alltag in dem röhrenförmigen Nachbau von Wissenschaftlern überwacht. An dem Experiment ist auch die Europäische Weltraumbehörde ESA beteiligt.

(sda)

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