Finanzmärkte: Weltweites Vermögen verschiebt sich nach Asien
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FinanzmärkteWeltweites Vermögen verschiebt sich nach Asien

Das weltweit verwaltete Vermögen ist im letzten Jahr auf über 109,5 Billionen Dollar (121,4 Billionen Franken) gewachsen. Am stärksten hat der asiatische Raum dazugewonnen. Abgeben musste typische Offshore-Länder wie die Schweiz oder Luxemburg.

Laut einer Studie des Beratungsunternehmens Boston Consulting Group (BCG) ist das weltweite Vermögen zum sechsten Mal in Folge gestiegen - um 5,37 Billionen auf 109,5 Billionen Dollar. Das ist eine Zunahme von 4,9 Prozent. Dabei stechen besonders die Regionen Asien und Lateinamerika hervor. Beide verzeichneten überdurchschnittliche Wachstumsraten von 13,6 Prozent. Zum Vergleich: Das Vermögenswachstum in Europa lag bei 3,9 und in Nordamerika bei 3,8 Prozent. Eindrücklich ist, dass in Singapur 10,6 Prozent der Bürger mehr als eine Million Dollar zur Verfügung haben. In der Schweiz sind es 7,3 Prozent, die über eine Million Dollar haben, wie die «NZZ» berichtet.

Prognosen zufolge wird im Jahr 2012 das weltweite Vermögen 138,3 Billionen Dollar betragen. Dabei werden die Mittel im asiatischen Raum auf Kosten von Nordamerika und Europa wachsen. Vom Vermögenswachstum werden primär Onshore- gegenüber Offshore-Standorten profitieren. Bis 2012 soll der Anteil der grenzüberschreitend verwalteten Vermögen (offshore) auf 6,4 Prozent zurück gehen. Bei Onshore sind Kunde und Bank im gleichen Land, bei Offshore hingegen liegt die Bank des Kunden im Ausland.

Viele rechtliche Hürden

Da immer mehr Länder mit schärferen Vorschriften versuchen, die Steuerflucht einzuschränken, werden Onshore-Geschäfte attraktiver: Der Vorteil: Das Unternehmen ist lokal tätig und muss sich nicht mit internationalen Regelungen herumschlagen. Zusätzlich haben traditionelle Offshore-Zentren vermehrt mit jungen Standorten wie Singapur oder Dubai zu kämpfen, da diese für asiatische Investoren einfacher zu erreichen sind.

(scc/zac)

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