Zürich: «Weltwoche»-Gebäude nach Anschlag überwacht
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Zürich«Weltwoche»-Gebäude nach Anschlag überwacht

Nach dem Anschlag auf «Charlie Hebdo» in Paris steht die Polizei seit Mittwoch vor dem «Weltwoche»-Gebäude. Das Magazin hatte den Islam ebenfalls scharf kritisiert.

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som
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Die Polizei bewacht seit Mittwochabend das Axel-Springer-Gebäude in Zürich-West. Dort hat auch das Magazin «Weltwoche» seinen Redaktionssitz.

Die Polizei bewacht seit Mittwochabend das Axel-Springer-Gebäude in Zürich-West. Dort hat auch das Magazin «Weltwoche» seinen Redaktionssitz.

Newspictures/Markus Heinzer
Die Überwachung bestätigt Marco Cortesi, Medienchef der Stadtpolizei auf Anfrage.

Die Überwachung bestätigt Marco Cortesi, Medienchef der Stadtpolizei auf Anfrage.

Newspictures/Markus Heinzer
«Wir haben nach dem Anschlag in Paris mit dem Nachrichtendienst in Bern Kontakt aufgenommen und daraufhin einige Massnahmen eingeleitet.»

«Wir haben nach dem Anschlag in Paris mit dem Nachrichtendienst in Bern Kontakt aufgenommen und daraufhin einige Massnahmen eingeleitet.»

Newspictures/Markus Heinzer

Eine Polizei-Patrouille steht seit Mittwochabend vor dem Axel-Springer-Gebäude in Zürich-West, indem auch die «Weltwoche» ihren Redaktionssitz hat. Dies bestätigt Marco Cortesi, Medienchef der Stadtpolizei auf Anfrage: «Wir haben nach dem Anschlag in Paris auf die «Charlie Hebdo»-Redaktion mit dem Nachrichtendienst in Bern Kontakt aufgenommen und daraufhin einige Massnahmen eingeleitet.» Genaueres will er nicht sagen, auch nicht, wie lange diese Massnahmen bestehen bleiben: «Auf die Weltwoche haben wir aber ein besonderes Augenmerk geworfen.»

Das Magazin hatte im letzten November in einem Artikel des Satirikers Andreas Thiel den Islam scharf kritisiert. Der Artikel enthält Sätze wie «Der Koran ist ein einziger Aufruf zu Gewalt, eine Anleitung für Krieg und Unterdrückung.» Der Satiriker hatte damals Drohungen erhalten und Sicherheitsleute überwachten das «Weltwoche»-Gebäude bereits kurz nach der Publikation des Artikels. Bei Axel Springer wollte man sich auf Anfrage nicht zur aktuellen Überwachung äussern.

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