Völkermord geleugnet: «Weltwoche» kommt davon
Aktualisiert

Völkermord geleugnet«Weltwoche» kommt davon

Die «Weltwoche» muss sich wegen ihrer Artikelserie von 2006 zum Genozid an den Armeniern nicht vor Gericht verantworten. Der Zürcher Staatsanwalt Hans Maurer hat die Ermittlungen eingestellt.

Zwar seien die in dem «Weltwoche»-Artikel «Es war kein Völkermord» veröffentlichten Aussagen des britischen Historikers Norman Stones grenzwertig. Sie seien aber in seinen Augen nicht so plump, dass von einer Tatbestandsmässigkeit gesprochen werden könne, sagte Maurer. Zudem habe die «Weltwoche» dem Schweizer Historiker Hans-Lukas Kieser für eine Gegendarstellung doppelt so viel Platz eingeräumt. Die Debatte sei nach seiner Auffassung nicht mit dem Niveau der Aussagen des vor knapp einem Jahr vom Bundesgericht wegen Rassendiskriminierung verurteilten türkischen Politikers Dogu Perinçek vergleichbar. Vor zwei Wochen standen in Winterthur drei Anhänger Perinceks ebenfalls wegen Rassendiskriminierung vor Gericht. Das Urteil ist noch ausstehend. (dapd)

Deine Meinung