Wem gehört die «Schweiz»?
Aktualisiert

Wem gehört die «Schweiz»?

Der Bundesrat prüft Massnahmen um die Marke «Schweiz» besser schützen zu können, damit ausländische Firmen ihre Produkte nicht zu Unrecht damit schmücken.

Der Bundesrat ist bereit, Postulate von Ständerätin Anita Fetz (SP/BS) und Nationalrätin Jasmin Hutter (SVP/SG) entgegenzunehmen.

Fetz illustriert das Problem am Fall der deutschen Firma Juvena, die ihre in Deutschland hergestellten Schönheitsprodukte als «Juvena of Switzerland» vermarktet. Eine solche Irreführung der Konsumentenschaft schade dem Image der Marke Schweiz, schreibt sie in der Begründung ihrer Vorstosses.

Die von der Lauterkeitskommission akzeptierte Praxis öffne «Tür und Tor für ausländische Holdings in der Schweiz, die eine Designerin oder einen Entwickler anstellen, den Rest in China produzieren und behaupten, Design und Entwicklung machten mehr als 50 Prozent der Kosten aus». Damit würden die KMU und die letzten Industriearbeitsplätze in der Schweiz gefährdet.

Auch Hutter verweist auf zunehmende Klagen aus der Wirtschaft, dass ausländische Unternehmen ihre Erzeugnisse fälschlicherweise als Schweizer Produkte anschrieben. Der gute Ruf der echten Schweizer Produkte - «Zuverlässigkeit, hohe Qualität, Seriosität» - stehe auf dem Spiel. (sda)

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