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Yvonne Brändle-Amolo«Wende mich nicht gegen die Weissen als Rasse»

Nach dem Artikel über Cultural Appropriation wurde die Präsidentin der SP-MigrantInnen Zürich übel beschimpft. Nun rudert sie zurück.

von
dp
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Nach heftiger Kritik sagt Yvonne Brändle-Amolo: «Ich wende mich nicht gegen die Weissen als Rasse, sondern nur gegen diejenigen weissen Designer und Musiker, die aus dem afrikanischen Kulturgut Kapital schlagen, ohne auf den Ursprung «ihrer» Ideen zu verweisen und zumindest einen Teil ihrer Gewinne in Afrika zu reinvestieren.»

Nach heftiger Kritik sagt Yvonne Brändle-Amolo: «Ich wende mich nicht gegen die Weissen als Rasse, sondern nur gegen diejenigen weissen Designer und Musiker, die aus dem afrikanischen Kulturgut Kapital schlagen, ohne auf den Ursprung «ihrer» Ideen zu verweisen und zumindest einen Teil ihrer Gewinne in Afrika zu reinvestieren.»

Diesen Herbst schickte die Stardesignerin Stella McCartney ihre Models in afrikanischen Kleidern über den Laufsteg. Die Empörung folgte prompt: «Liebe westliche Modehäuser, bitte hört auf, Designs zu benutzen, die Afrikaner seit Jahren tragen, sie euer Eigen zu nennen und die Leute dafür kräftig zur Kasse zu bitten. Danke», schrieb etwa das Onlinemagazin Okayafrica.com.

Diesen Herbst schickte die Stardesignerin Stella McCartney ihre Models in afrikanischen Kleidern über den Laufsteg. Die Empörung folgte prompt: «Liebe westliche Modehäuser, bitte hört auf, Designs zu benutzen, die Afrikaner seit Jahren tragen, sie euer Eigen zu nennen und die Leute dafür kräftig zur Kasse zu bitten. Danke», schrieb etwa das Onlinemagazin Okayafrica.com.

AP
Auf Twitter geriet McCartney ebenfalls unter Beschuss.

Auf Twitter geriet McCartney ebenfalls unter Beschuss.

Die Bewegung gegen Cultural Appropriation (kulturelle Aneignung) wird immer grösser. Anhänger finden, dass Weisse keine afrikanischen Frisuren tragen oder aus afrikanischer Mode oder Musik finanziellen Profit schlagen sollten. Auch die Künstlerin Yvonne Brändle-Amolo sprach sich gegenüber 20 Minuten für diese Anliegen aus und autorisierte die Zitate. Nach der Veröffentlichung schlug der 41-jährigen Schweizerin mit kenianischen Wurzeln heftige Kritik entgegen.

Nun sagt Brändle-Amolo: «Ich wende mich nicht gegen die Weissen als Rasse, sondern nur gegen diejenigen weissen Designer und Musiker, die aus dem afrikanischen Kulturgut Kapital schlagen, ohne auf den Ursprung «ihrer» Ideen zu verweisen und zumindest einen Teil ihrer Gewinne in Afrika zu reinvestieren.» Ob weisse Menschen afrikanische Frisuren tragen wollen, sei jedem selbst überlassen.

Brändle-Amolo betont, ihre persönliche und nicht die Meinung der SP-MigrantInnen zu vertreten.

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